Hamburg/Kiel (dpa/lno). Auch wenn die Versorgungslage aktuell gesichert ist, braucht es Kontinuität der Blutspenden. Besonders in Großstädten könnte die Bereitschaft zum Spenden größer sein.

Der Bestand an Blutpräparaten ist in Hamburg und Schleswig-Holstein trotz anhaltender Grippe- und Erkältungswelle auf einem stabilen Niveau. Das teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach ist die Versorgung der meisten Blutgruppen für mindestens drei Tage gesichert, auch wenn aktuell einige mögliche Spender und Spenderinnen aufgrund von Krankheitssymptomen wegfallen.

Am geringsten sei der Bestand an Präparaten für die Blutgruppe A Rhesus-negativ - hier sei der Bedarf für weniger als anderthalb Tage abgedeckt. Laut einer DRK-Sprecherin ist dabei nicht von einem Engpass zu sprechen. Wünschenswert sei aber eine gesicherte Versorgung von drei bis fünf Tagen, dann liege man im grünen Bereich.

„Generell sind Spenden aller Blutgruppen wichtig“, sagte die Sprecherin. Da Blutpräparate je nach Art nur vier bis 42 Tage haltbar sind, brauche man Kontinuität. „Nur mit der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender kann die Patientenversorgung lückenlos an 365 Tagen im Jahr sichergestellt werden.“

So sammelte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost 2023 nach eigenen Angaben an 1920 Terminen Blut in Hamburg und Schleswig-Holstein. An Werktagen seien bis zu neun Teams im Norden unterwegs, um die Spenden entgegenzunehmen. Dabei sei die Bereitschaft zum Blutspenden in ländlichen Regionen höher als in größeren Städten. Der DRK-Blutspendedienst führt dies auf die Anonymität in Großstädten zurück.