Hamburg (dpa/lno). Auf der A7 in Hamburg dürfen wegen Bauarbeiten meist nur 80 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Ein Raser beschleunigt auf mehr als das Doppelte - und muss sein Auto der Polizei überlassen.

Ein Autofahrer ist auf der A7 nördlich des Hamburger Elbtunnels mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde von der Polizei erwischt worden. Die Beamten seien am Samstagabend bei Hamburg-Heimfeld auf den hochmotorisierten Wagen aufmerksam geworden, teilte die Polizei am Montag mit. Der Fahrer sei doppelt so schnell wie erlaubt in Richtung Flensburg unterwegs gewesen. Nördlich des Elbtunnels habe er auf über 200 Kilometer pro Stunde beschleunigt, hieß es. Dabei habe er andere Fahrzeuge rechts überholt und wiederholt über alle drei Fahrstreifen die Spur gewechselt. Mehrere Funkstreifen konnten den Fahrer in Höhe Schnelsen stoppen. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein und das Auto des 20-Jährigen. Außerdem leiteten sie ein Strafverfahren wegen illegalen Straßenrennens als Alleinfahrer ein. Der A7-Abschnitt von Hamburg-Heimfeld bis Hamburg-Volkspark - wenige Kilometer vor Schnelsen - ist fast durchgängig ein Baustellenbereich mit erlaubten 80 oder 60 Kilometern pro Stunde.

In derselben Nacht versuchten Beamte, einen 19 Jahre alten Fahrer im Stadtteil Wandsbek anzuhalten. Er sei mit einem E-Auto eines Carsharing-Anbieters sehr auffällig gefahren und habe immer wieder beschleunigt und abgebremst, teilte die Polizei weiter mit. Der junge Mann am Steuer sei mit hohem Tempo vor den Beamten geflüchtet. Er missachtete dabei mehrere rote Ampeln und stieß schließlich mit einem Porsche zusammen, wie es hieß. Die beiden 31 Jahre alten Insassen des Sportwagens seien verletzt worden. Die Polizisten stellten den Fahrer des E-Autos. Der 19-Jährige hatte den Angaben zufolge keinen Führerschein. Auch gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen illegalen Straßenrennens als Alleinfahrer eingeleitet.