Hamburg (dpa/lno). Sie treten und schlagen in einem S-Bahnhof auf einen Mann ein, kommen später wieder und setzen die Gewalttat fort. Dafür landen zwei Verdächtige in Hamburg zunächst in Untersuchungshaft.

Die Polizei hat zwei junge Männer in Hamburg festgenommen, die einen 28-Jährigen in kurzem Abstand gleich zweimal angegriffen und verletzt haben sollen. Die 18- und 21-Jährigen kamen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in eine Untersuchungshaftanstalt, um einem Haftrichter vorgeführt zu werden, wie die Bundespolizei am Sonntag mitteilte.

Die beiden betrunkenen jungen Männer gerieten nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen am Samstagmorgen auf dem S-Bahnhof Reeperbahn mit dem 28-Jährigen in einen Streit. Sie sollen auf dem Mann eingeschlagen und ihn getreten haben. Anschließend seien sie mit einer S-Bahn vom Tatort geflohen. Eine Haltestelle später verließen die Verdächtigen den Angaben zufolge den Zug, fuhren zurück zum Bahnhof Reeperbahn und traten und schlugen erneut auf ihr Opfer ein, bis es bewusstlos liegen blieb. Zeugen hätten versucht, die Tat zu beenden und seien teilweise selbst von den beiden Männern mit Faustschlägen angegriffen worden.

Die Verdächtigen seien dann mit einer S-Bahn in Richtung Landungsbrücken und von dort in das Stadtgebiet geflohen. Beamte der Landespolizei Hamburg nahmen die Männer nahe der Elbphilharmonie fest und übergaben sie der Bundespolizei. Der 28-Jährige wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Verdächtigen seien bereits früher polizeilich in Erscheinung getretenen.