Themen: Hindenburgstraße wird umbenannt +++ Abschied vom ungeliebten Genderstern +++ 100.000 Hamburger stehen gegen AfD auf.

Insolvenz für den kleinen Mann

1. Februar: „Energieeffizienz: Jedes zweite Haus in Hamburg ist ein Sanierungsfall“

Endlich drücken Immobilienfachleute es einmal in Zahlen aus: Jedes zweite Haus in Hamburg ist ein Sanierungsfall und wird Investitionen von bis zu 180.000 Euro stemmen müssen, wobei die eklatante Preisentwicklung zu weiteren Unsummen führen wird. Wer soll das noch bezahlen? Die ambitionierten Klimaziele sind nicht erreichbar, ohne dass große Teile der Bevölkerung in die drohende Insolvenz getrieben werden oder ihre Häuser verkauft werden müssen. Nur Investoren werden diese noch kaufen, abreißen oder sanieren und für teures Geld weiter vermieten oder verkaufen. Das Nachsehen hat der kleine Mann. Die Wohnungsnot wird ausufern. Die Welt wundert sich über Deutschland. Wir ruinieren unsere Bevölkerung für das Klima, aber unsere ausrangierten Verbrenner stoßen in anderen Teilen der Erde weiter CO2 aus, Kinder erkranken oder sterben beim Ausgraben seltener Erden, um unseren Batteriehunger zu stillen, wir exportieren unseren Plastikmüll in die Dritte Welt und holen gefracktes Flüssiggas aus den USA, obwohl dort dann Wasser und Böden verseucht werden.

Andreas Kirchner

Deutschland allein ist machtlos

Wo soll denn das ganze Geld für eine energetische Sanierung herkommen? Ich bin jetzt 65 Jahre alt und Rentner. Unser Haus habe ich in den letzten 30 Jahren abbezahlt und bin froh, dass ich jetzt, wo ich von der Rente leben muss, keine Miete mehr zahle. Ich denke, dass es vielen Besitzern von Bestandsbauten ähnlich geht. Das Haus ist in den meisten Fällen als Altersversorgung gedacht. 30 Jahre Kreditrückzahlung für den Hausbau muss man erstmal durchhalten, da darf keine Krankheit oder Arbeitslosigkeit dazwischen kommen. Kein Zweifel, der Klimawandel ist da, und ich verstehe die Bedenken der jungen Generation, aber wenn Nationen wie die USA, China, Russland und Indien aus wirtschaftlichen Gründen nicht mitmachen, werden wir Deutschen alleine die Welt nicht retten. Proteste hin und her. Mein Beitrag zum Klimaschutz war der Einbau einer neuen effektiveren Gasheizung. Alleine durch diese Maßnahme sparen wir jetzt seit drei Jahren jedes Jahr 1000 cbm Gas ein. Ich fahre (fliege) nicht in Urlaub, mein Verbrennerauto fährt ca. 1000 Kilometer pro Jahr und ich tanke nur alle drei Monate ein Mal. Die Rettung der Welt und die energetische Sanierung meines Hauses muss ich der nächsten Generation überlassen.

Stefan Steinmetz

Nicht jeder Text wird gelesen

30. Januar: „Abschied vom ungeliebten Genderstern *. Wer bewusst mit Sprache umgeht, findet auch andere Formen für einen diskriminierungsfreien Gebrauch“

Bei aller Diskussion über das Für und Wider des Genderns in der geschriebenen Sprache wird meines Erachtens ein wesentlicher Aspekt übersehen: Der Sinn der gesprochenen und geschriebenen Sprache besteht darin, dass sie von jemandem gehört bzw. gelesen und verstanden wird. Aber: Nur in der Schule sind die Lehrer gezwungen, das zu lesen, was die Schüler wie auch immer schreiben und sind gehalten, sich zu bemühen, es auch zu verstehen. Aber im „richtigen“ Leben? Dann steht es natürlich jedem frei, zu schreiben wie er will, aber es ist auch niemand mehr gezwungen, das zu lesen! Und sobald ein potenzieller Leser einen Text vor sich hat, der ihn schon beim Lesen nervt (sei es wegen einer unleserlichen Schrift, einer mangelhaften Rechtschreibung oder auch wegen einer Häufung von Gender-Extras, die mit dem Inhalt nichts zu tun haben), und ihm dadurch das Verständnis des Textes erschwert, vergeht ihm schnell die Lust darauf. Und warum sollte er sich auch damit abmühen? Schließlich will ja der Schreiber etwas vom Leser – und nicht umgekehrt! Deshalb sollte der Schreiber in seinem eigenen Interesse eine Sprache und eine Schrift verwenden, die ein potenzieller Leser so leicht wie möglich sinnerfassend lesen kann. Und das gilt für alle Texte, die außerhalb der Schule geschrieben werden, z.B. Zeitungsartikel, Romane, private und geschäftliche Briefe, wissenschaftliche Abhandlungen, Parteiprogramme und Bewerbungen um einen Job.

Silke Meissner

Straßen nicht umbenennen

30. Januar: Leitartikel: „Die Geschichts-Reiniger. Vergessen ist keine Option – auch nicht Paul von Hindenburg zu löschen“

In Hamburg gibt es einen Ernst-Thälmann-Platz. Ich weiß, dass er im KZ umkam. Aber er wollte die KPD stalinisieren. So steht es in den Geschichtsbüchern. In der DDR-Diktatur war Ernst Thälmann hoch geehrt. Es gibt mindestens 100 Ernst-Thälmann-Straßen in den östlichen Bundesländern. Ich bin nicht für die Umbenennung eines Platzes, der an ein Opfer des Nationalsozialismus erinnert, aber auch nicht für die Umbenennung der Hindenburgstraße. Hindenburg wollte sicher nicht, was der Verbrecher Hitler der Welt und uns — mein Vater wurde von ihm mit Führerbefehl zum Tode verurteilt— angetan hat.

Gottfried von Goßler

Otto-Wels-Straße verlängern

27./28. Januar: „Hindenburgstraße wird umbenannt – nach starker Demokratin – Der Reichspräsident verhalf Adolf Hitler zur Macht, daher soll die Straße künftig anders heißen. Bürger dürfen Frauennamen vorschlagen“

Wenn die Hindenburgstraße partout umbenannt werden soll, dann sollte man einfach die Otto-Wels-Straße verlängern. Dadurch würde der ganze Straßenzug wieder einen einheitlichen Namen haben, so wie vor dem Jahr 2013 auch.

Jochen Plambeck

Ernennung war nicht illegal

Nun hat die grün-rote Bezirksversammlung Hamburg-Nord mit den Stimmen der Linken und gegen die Stimmen der CDU und FDP einer Umbenennung der Hindenburgstraße zugestimmt. Der Hamburger Finanzsenator Dr. Andreas Dressel nennt das „ahistorisch“, ein Synonym lautet: geschichtsvergessen, womit er wohl recht hat. Wie ist es denn zur Ernennung Hitlers gekommen? Es ist richtig, dass Reichspräsident Paul von Hindenburg und Beneckendorff Adolf Hitler, den er nicht ausstehen konnte und nur den „Böhmischen Gefreiten“ nannte, zum Reichskanzler ernannte. Aber er hat damit (leider) nichts Illegales getan, sondern nach Art. 48 der Weimarer Reichsverfassung gehandelt. Die sah die Möglichkeit vor, dass der Reichspräsident nach dem Notverordnungsrecht den Reichskanzler ohne Zustimmung des Parlaments ernennen konnte. Nachdem im Sommer 1930 die Große Koalition gescheitert war, machte er erstmals hiervon Gebrauch und setzte Heinrich Brüning von der Zentrums-Partei als Reichskanzler ein (1930-1932). Während Brüning noch voll zur Weimarer Verfassung stand, verfolgten seine Nachfolger, die parteilosen Franz von Papen (ab Juni 1932) und Kurt von Schleicher (ab Dezember 1932) eine offene Politik zur Abschaffung der Weimarer Republik, was natürlich auch Wasser auf die Mühlen von Adolf Hitler war. Während von Papen Hitler unterstützte, die Regierung zu übernehmen, wollte von Schleicher, ein Vertrauter Paul von Hindenburgs, den Reichstag ohne Neuwahlen auflösen, also einen Staatsstreich durchführen. Da Hindenburg sich dagegen aussprach, demissionierte von Schleicher am 28. Januar 1933 und Paul von Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler, wenn man Dokumentationen glauben darf, auch nach kräftiger Befürwortung durch von Papen. Eine Umbenennung ist daher in meinen Augen eine Geschichtsklitterung. Man sollte das Straßenschild mit einem Text ergänzen, aus dem – wie vorstehend geschildert – hervorgeht, was zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler geführt hat. Und wenn man schon meint, die Hindenburgstraße muss umbenannt werden, dann sollte man die ganze Straße nach dem SPD-Politiker Otto Wels benennen, der im Deutschen Reichstags bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz gegen dieses stimmte und dabei in seiner Rede den Ausspruch tat: „Freiheit und Leben kann man mitnehmen, die Ehre nicht!“ und damit die kurze schon bestehende Otto-Wels-Straße durch den Stadtpark nicht zu einem Anhängsel der neuen Straßenbezeichnung verkommt.

Gerhard Schultz

Tolerant ist das bestimmt nicht

29. Januar: Leitartikel: „Das ist mein Hamburg! Warum die Stadt stolz auf ihre Bürger sein kann – und umgekehrt“

Ich möchte Herrn Haider doch widersprechen: Ja, die Demonstration war ein deutliches Zeichen dafür, dass in Deutschland ein gesunder Widerwillen gegen ein Erstarken des Rechtsextremismus vorliegt, und dass die Mitte der Gesellschaft bereit ist, dafür einzustehen. Die Veranstalter müssen sich dennoch fragen lassen, wie sich ihre Aufrufe „ganz Hamburg hasst die AfD“ mit ihrer in den Reden so geforderten Toleranz für alle vereinbaren lässt. In gleicher Weise wurden Gendergegner in eine Ecke mit den Nazis gesteckt. Tolerant ist das ganz bestimmt nicht! Anstatt die Menschen daran zu erinnern, dass unser Wahlrecht auch eine Wahlpflicht ist, und diese Pflicht mit der Verantwortung einhergeht, das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu setzen, und eben nicht aus Protest bei der AfD, hat keiner der Redner erwähnt. Ich bin trotz dieser Schwächen dabeigeblieben, weil mir das Aufstehen gegen den Rechtsextremismus wirklich wichtig ist. Die Veranstaltung hat damit aber auch gezeigt, dass in Hamburg die Welt eben nicht in Ordnung ist, und es noch ein weiter Weg zur wirklichen Toleranz ist.

Rita Herrenknecht

Den Bürger „mitnehmen“

29. Januar: „100.000 Hamburger stehen gegen AfD auf“

Die Demonstrationen gegen die AfD haben allemal gezeigt, dass sich die Massen durchaus mobilisieren lassen, um sich zu unserer Demokratie zu bekennen. Das ist gut und richtig. Leider verlieren wir dabei völlig aus dem Blick, dass erst durch eine katastrophale Ampel-Politik so viele Wähler der AfD zulaufen. Das Augenmerk der Politik sollte jetzt auf einer Verschlankung und Vereinfachung in vielen Großbereichen liegen, z.B. Bürokratie, Krankenkassen, Rente, Parlament, Abbau von Klimahürden im Wohnungsbau, Rekrutierung zusätzlicher Gelder durch Reichensteuer, Streichung hoher Boni und hohe Bepreisung klimaschädlicher Objekte, Umverteilung in die Bereiche Soziales, Krankenhäuser, Bildung etc., um nur einiges zu nennen. Die Umverteilung der Geldströme auf Soziales und Klima würde vielen das Leben erleichtern und Mut machen. Der Bürger muss sich mitgenommen und nicht ausgenommen und bevormundet fühlen. Nur wenn die Politik sich wieder den Sorgen der Menschen zuwendet, kann sie AfD-Wähler zurückgewinnen. Ich würde es begrüßen, wenn die Bürger auch massenhaft gegen die oft unsinnige und teils ideologiegesteuerte Politik der Ampel auf die Straße gehen würden.

Annelie Kirchner

Zurück zur Streitkultur

Hat es eine solche Bereitschaft zum Demonstrieren in den letzten Jahrzehnten unter Kohl und Merkel je gegeben? Bei der Bevölkerung, bei der Bundesbahn, bei den Bauern. Nach einer Zeit der Nebelschwaden über unserem Land finden wir wieder zu einer Streitkultur zurück, zu Kompromissen, zu einer Gesellschaft, die in Demokratie leben möchte. Diese Regierung hat uns das Recht auf ja oder nein zurückgegeben. Wir sollten das schätzen. Danke!

Anke Stegemann

Das grenzt an Größenwahn

27./28. Januar: „Studie: Wirtschaft kann 2040 klimaneutral sein. Handelskammer stellt Maßnahmen vor“

In der Handelskammer wurde gefeiert, dass Hamburgs Weg schnurstracks bis 2040 auf die Klimaneutralität zusteuert. Anlass für den Event war die Präsentation einer Studie der OECD, die aufzeigt, wie Hamburgs Wirtschaft bis 20240 klimaneutral werden könnte. Und als Stargast kam Ursula von der Leyen, um zu erzählen, dass in Europa fast alles super sei – von kleinen Problemen abgesehen. Mal sehen, was die Wähler im Juni sagen. Ja, es ist super (ernst gemeint), wie die Handelskammer und wenigstens große Teile der Hamburger Wirtschaft sich den Anforderungen der Dekarbonisierung stellen – und sich sicherlich auch wirklich bemühen. Die Studie der OECD gibt dafür weitere hilfreiche Anregungen. Aber: Die Tatsachen, dass wir jetzt im Hafen weitgehend Landstrom für die Schiffe haben und dass die Autos eines Paketzustellers mit Strom fahren, werden quasi als Klimaneutralität verkauft. Dabei kann man sicherlich den normalen Strommix des Netzes zugrunde legen und der ist allenfalls zu 55 Prozent klimaneutral; die anderen 45 Prozent werden mit Kohle und Gas erzeugt. Macht eine durchschnittliche CO2-Emission von gut 300 Gramm pro kWh. Wenn dann die Schiffe (Frachter und Kreuzfahrer) 100 Meter weit weg von der Kaianlage sind, sind wieder die normalen Schiffsemissionen. Und die Emissionen für die Herstellung der Strom fahrenden Transporter, vor allem der Batterien, werden ausgeblendet, weil die ja woanders entstehen. Die Waren, die vom Hafen dann deutschlandweit und darüber hinaus transportiert werden – zum Glück ein sehr großer Anteil mit der Bahn, die aber auch nicht klimaneutral ist – werden mit normalen Diesel-Lkw gefahren. Die Elektrifizierung der Lkw-Flotte ist mindestens zehn Jahre hinter der Elektrifizierung der Pkw hinterher. Ansonsten sollen sich die Unternehmer laut Studie vernetzen, ihre Klima-Emissionen erfassen und sicherlich auch Maßnahmen ergreifen. Der kommende Wasserstoff-Hub im Hafen, der so gepriesen wird, wird einen Beitrag leisten, aber es wird viel zu wenig sein für die energieintensiven Unternehmen hier in Hamburg. Die Aufgabe „Klimaneutralität“ ist so gewaltig, dass es an Größenwahn grenzt, in Aussicht zu stellen, dass die Hamburger Wirtschaft bis 2040 klimaneutral wird. Wie können nur „eigentlich vernünftige Leute“ versprechen, dies in 15 oder 20 Jahren zu schaffen, wo für solche Umwälzungen frühere Generationen 30 bis 50 Jahre gebraucht haben. Aber anscheinend ist die heutige Führungselite ähnlich schlau, wie die Vertreter der Atomenergie in den 60er- und 70er-Jahren, die das Blaue vom Himmel versprochen haben. Und wenn dann alle merken, und die Politiker es nicht mehr verschweigen können, dass es Geld kostet in klimafreundlichen Energien zu investieren, siehe Heizungsaustausch und Sanierungspflicht für Häuser, ist der Katzenjammer bei den Politikern groß, aber auch bei den Bürgern, die sich sonst für klimaneutrales Verhalten loben und dies meinungsmäßig aus vollem Herzen unterstützen. Das Ziel ist richtig. Deshalb habe ich selbst zwei Solaranlagen und bin an mehreren Windparks beteiligt.

Konrad Grevenkamp

Wirtschaft unterstützen

31. Januar: „Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2020“

Wann endlich reagiert unsere Regierung – an erster Stelle Wirtschaftsminister Robert Habeck? Auch wenn äußere Einflüsse einen Anteil an der wirtschaftlichen Lage haben, so ist es doch Aufgabe der Regierung alles zu unternehmen, um unsere Wirtschaft zu unterstützen. Dann müssen die großen Ziele eben erstmal hintenan gestellt werden. Und auch getroffene Entscheidungen, Kernkraftwerke stilllegen zum Beispiel oder Gasförderung in Niedersachsen, gehören auf den Prüfstand. Als Grüner mag das alles schmerzlich sein, aber als Minister gehört die ideologische Brille abgesetzt! Herr Habeck, Sie haben einen Eid geschworen. Werden Sie diesem endlich gerecht oder geben Sie das Amt ab.

Thomas Schendel

Eine beschämende Situation

29. Januar: „VHS-Dozenten demonstrieren für mehr Geld. Lehrkräfte bekommen unterm Strich nur zehn bis 15 Euro die Stunde“

Im Laufe meines Lebens habe ich schon diverse Kurse an Volkshochschulen besucht. Ich war stets beeindruckt, von der fachlichen Kompetenz der Dozenten, alle hatten studiert und bildeten sich stets auf eigene Initiative und eigene Kosten weiter. Auch menschlich gesehen, waren alle Kursleitenden eine wahre Freude für uns Teilnehmende. Ich persönlich, wäre gerne bereit, so ca. 10 Euro pro Kurs mehr zu zahlen, wenn diese Erhöhung zu einer besseren Honorar-Vergütung der Dozenten führen würde. Es ist beschämend, dass die Dozenten ständig um ihre finanzielle Existenz fürchten müssen. In unserem Land scheint eine Solo-Selbstständigkeit ein großes finanzielles Risiko zu sein. So ergeht es Honorarlehrkräften von kommerziellen Nachhilfeanbietern für Schüler ähnlich schlecht. Bei ihnen kommt noch hinzu, dass sie nur nachmittags arbeiten können. Auch ihr Vorbereitungsaufwand sowie die eingeforderten(!) Dokumentationspflichten werden bei der Bezahlung nicht berücksichtigt. Das führt zu einer hohen Fluktuation der Honorarlehrkräfte (meist Lehramtsstudenten) zu Lasten der Nachhilfeschüler. Die Arbeitsbedingungen für Freiberufler müssen endlich verbessert werden und auch über Festanstellungen muss nachgedacht werden, um diese engagierten Mitmenschen sozial abzusichern und um Anreize zu schaffen, dass sie auch weiterhin für uns tätig sein wollen und können!

Gustav Luckmann, Hamburg

Zu teuer für Rentner

27./28. Januar: „Hamburg – Hauptstadt der 49-Euro-Tickets. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Deutschlandtickets. Radverkehr nahm seit Pandemie um 55 Prozent zu“

Etwas zu viel Jubel – denn man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht. Zehntausende von Rentnern und Sozialempfängern können diese 49 Euro nicht aufbringen und hatten natürlich darauf gehofft, dass man auch mal sozial an sie denkt. In anderen Teilen Europas, u.a. in Polen, fahren Rentner im innerstädtischen Verkehr umsonst. Das ist sozial, aber was ist Deutschland? Da taucht das Wort nur in den Namen der Parteien auf (SPD, CSU).

Rudi Naujeck