Hamburg. Ein Traumtor, zwei Rote Karten und eine bittere Verletzung: Der HSV lässt beim spektakulären 1:2 gegen Paderborn wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen. Die Heimserie ist dahin.

Der Hamburger SV hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Dämpfer kassiert und erstmals diese Saison auch zu Hause verloren. Durch das verdiente 1:2 (1:1) gegen den SC Paderborn verpasste die Mannschaft von Trainer Tim Walter den achten Heimsieg in Serie. Der HSV holte damit nur vier Punkte aus den vergangenen vier Liga-Partien.

Die Führung vor 52 244 Zuschauern durch ein Traumtor von Laszlo Benes (11. Minute) glich Ex-HSV-Profi Filip Bilbija (21.) für die Paderborner aus. Nach einem schweren Abwehrfehler erzielte der starke SCP-Angreifer Ilyas Ansah die Führung (62.). Torschütze Bilbija kassierte kurz darauf für ein hartes Einsteigen die Rote Karte (69.), auf der Gegenseite bekam Miro Muheim (78.) für eine Notbremse Rot.

Beide Teams lieferten sich eine ausgeglichene erste Hälfte. Benes entzückte das HSV-Publikum mit seinem Weitschusstreffer aus etwa 20 Metern. Die zweite Hälfte startete nicht nach dem Geschmack der Hausherren. Erst musste der starke Innenverteidiger Stephan Ambrosius nach knapp 50 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Dann verschuldete sein Ersatz Dennis Hadzikadunic durch einen Ausrutscher den zweiten Treffer des SCP: Ansah lief frei auf das HSV-Tor zu und musste nur noch einschieben. In der Nachspielzeit traf Bakery Jatta mit einer verlängerten Flanke noch die Latte.