Dschidda (dpa/lno). Das Team Neuseeland hat die zweite Vorregatta zum 37. America's Cup im saudi-arabischen Revier vor Dschidda dominiert. Auf dem Roten Meer verwiesen die Kiwis Italiens Jungstars auf Platz zwei.

Das Emirates Team New Zealand ist zum Jahreswechsel die dominante Kraft im 37. America's Cup. Die Cup-Verteidiger setzten sich im Finalduell der zweiten Vorregatta vor Dschidda auf dem Roten Meer gegen Patrizio Bertellis Team Luna Rossa Prada Pirelli aus Italien durch.

Der Vorweihnachtsgipfel wurde wie schon die erste Vorregatta in Spanien auf den kleinen Trainings- und Testyachten vom Typ AC40 ausgetragen. Auf Platz drei segelte Ernesto Bertarellis Team Alinghi Red Bull Racing vor dem US-Team NYYC American Magic, Sir Ben Ainslies britischen Cup-Jägern vom Team Ineos Britannia und dem französischen Orient Express Racing Team mit dem deutsch-französischen Co-Rennstallbesitzer Stephan Kandler.

Auffallend stark präsentieren sich Italiens Jungstars bei ihrem ersten Einsatz: Der erst 19 Jahre alte dreimalige Optimisten-Weltmeister Marco Gradoni und der 31-jährige Nacra-17-Olympiasieger Ruggero Tita steuerten die Azzurri beim siebten Cup-Anlauf von Prada-Patriarch Patrizio Bertelli als bestes Herausforderer-Team auf Platz zwei.

Ab dem 29. August 2024 kämpfen die fünf Herausforderer-Teams im Louis Vuitton Cup auf den neuen Cup-Yachten vom Typ AC75 um das Recht, Neuseelands Cup-Verteidiger im 37. America's Cup vom 12. bis 20. Oktober herausfordern zu dürfen. Die Ergebnisse der Vorregatten haben keinen Einfluss auf die Herausforderer-Serie und das Cup-Match, bieten aber die Chance zum sportlichen Kräftemessen. Mit der zweiten Vorregatta hat der America's Cup erstmals in seiner 172-jährigen Geschichte einen Stopp im Orient eingelegt.