Rostock/Neubrandenburg. Wintereinbruch in Mecklenburg-Vorpommern. Viel Schnee und eisglatte Straßen sorgen vielerorts für Verkehrsbehinderungen und eine Teilsperrung der A19. Die Temperaturen bleiben eisig.

In fast allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns war am Mittwoch Schneeschaufeln angesagt. Das bedeutete Dauereinsatz für die Winterräumdienste. Bei der Polizei gingen vermehrt Meldungen von Unfällen wegen Glatteis und Schnee ein. Es gab mehrere Leicht- und Schwerverletzte.

Die Autobahn 19 musste zwischen den Anschlussstellen Laage und Kavelstorf in Fahrtrichtung Rostock für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Dort geriet ein Lkw ins Schleudern, der sich quer zur Fahrtrichtung stellte. Das Lkw-Gespann musste von einem Spezialkran geborgen werden. An der Mittelschutzplanke entstand leichter Sachschaden.

Die Autobahn 20 musste an zwei Stellen wegen Unfällen in Richtung Lübeck voll gesperrt werden. In einem Fall kollidierten kurz vor der Anschlussstelle Anklam/B199 ein Auto und zwei Transporter. Im anderen Fall rutschte ein leerer Tanklaster kurz vor der Anschlussstelle Jarmen/B110 von der Fahrbahn und kam quer zum Stehen.

Eine 24-jährige Frau wurde bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 60 zwischen Spantekow und Japenzin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) schwer verletzt. Sie kam laut Polizei aufgrund von Winterglätte auf gerader Strecke von der Straße ab und krachte gegen einen Baum. Sie wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Anklam gebracht.

Allein bis zum Mittwochmittag (12.30 Uhr) registrierte die Polizei in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Rostock sowie den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin insgesamt 93 Verkehrsunfälle. In den meisten Fällen sei es bei Sachschäden geblieben. In einigen Fällen seien Menschen leicht oder sogar schwer verletzt worden.

Zwischen Gösslow und Neuenrode (Kreis Ludwigslust-Parchim) kam ein Pkw am Vormittag von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Der eingeklemmte Fahrer musste aus seinem Auto befreit werden und wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Hamburg gebracht.

Ein Sattelauflieger samt Anhänger kam im Bereich der L 14 kurz vor Glasewitz nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in einen Straßengraben. Auch er musste geborgen werden. Von der Polizei Neubrandenburg hieß es, dass Unfälle in schnellem Takt gemeldet würden. Innerhalb von einer halben Stunde habe man vier glättebedingte Unfälle zu verzeichnen gehabt.

Die Polizei in Stralsund meldete den Glätteunfall eines Lkw-Gespanns auf der Landesstraße 27 bei Gransebieth. Der Fahrer wurde schwer verletzt in das Krankenhaus in Bartmannshagen gefahren. Der 58-Jährige kam den Angaben zufolge aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, fielen drei bis zehn Zentimeter Neuschnee und das bei teils leichtem Dauerfrost. Das kalte Wetter bleibt laut Vorhersage. In der Nacht zum Donnerstag sinken die Temperaturen auf minus zwei bis minus sieben Grad. Allerdings klinge der Schneefall in der Nacht zum Donnerstag von Westen her ab.