Fort-de-France (dpa/lno). Der Hamburger Segelprofi steht vor der schwierigsten Prüfung in diesem Jahr: Donnerstag startet die Regatta Retour à la Base von Martinique nach Frankreich. Erstmals ist Herrmann 2023 solo gefordert.

Kurz vor Jahresende steht Boris Herrmann ein letzter Härtetest bevor: Der 42-jährige Segelprofi aus Hamburg startet am 30. November in die Transat-Rückregatta Retour à la Base. Sie führt die solo gesteuerte Boote der Imoca-Klasse von Martinique über den Atlantik in die französische Hafenstadt Lorient. Dort könnten die schnellsten Boote bereits ab 9. Dezember eintreffen.

„Wenn alle vor dem Start von Bord springen, bin ich erstmals in diesem Jahr alleine auf dem Boot unterwegs“, sagte Boris Herrmann in einer Pressekonferenz zwei Tage vor dem Startschuss, der am Donnerstag um 17 Uhr fallen soll. 33 Skipper und Skipperinnen werden nach dem gerade beendeten Zweihand-Rennen Transat Jacques Vabre alleine mit ihren Booten an den Start gehen. Unter ihnen ist auch die in München geborene Isabelle Joschke auf „Macsf“.

Herrmanns sportliche Zielsetzung bleibt nach Platz sieben im Transat-Rennen im Rahmen: „Ich wäre enttäuscht, wenn ich nicht in die Top-Ten käme.“ Der fünfmalige Weltumsegler erwartet einen ruppigen Atlantik-Ritt, der seinem Boot bei passenden Winden entgegenkommt. Boris Herrmann sieht das Rennen ein Jahr vor seiner zweiten Teilnahme an der Soloweltumseglung Vendée Globe als Jahresgipfel: „Ich bin dieses Jahr noch nicht solo gesegelt. Ich bin neugierig, wo ich stehe. Ich fühle den Hunger danach.“