Stuttgart (dpa/lno). Es dauert lange, bis der deutsche Meister in Stuttgart zu seinem Spiel findet. Entscheidend für den THW-Erfolg ist auch ein Wechsel auf der Torhüterposition.

Der THW Kiel hat sein Auswärtsspiel in der Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart gewonnen. Allerdings war es am Sonntag ein hartes Stück Arbeit für den Rekordmeister, der sich am Ende mit 36:31 (16:17) durchsetzte. Mit 18:10 Punkten bleiben die Norddeutschen Tabellenvierter. Als bester Werfer des THW erzielte Eric Johansson acht Tore.

Die Kieler verschliefen den Auftakt der Partie komplett. Nach nur 65 Sekunden führten die Schwaben schon mit 3:0. Der THW rannte dem Geschehen hinterher. Mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit verpasste Niclas Ekberg den ersten Ausgleich. Der Schwede scheiterte mit seinem Siebenmeter am Stuttgarter Schlussmann Miljan Vujovic.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte THW-Trainer Filip Jicha dann Samir Bellahcene zwischen die Pfosten. Der Franzose verlieh der Kieler Defensive die notwendige Stabilität. Und auch im Angriff lief es nun besser. Magnus Landin brachte die Norddeutschen beim 23:22 (42.) erstmals in Führung.

Der ersatzgeschwächte TVB, bei dem drei Nachwuchsspieler ohne Bundesliga-Erfahrung im Kader standen, ließ sich aber zunächst nicht abschütteln. Der Treffer von Linksaußen Landin zum 32:29 brachte den THW dann jedoch auf die Siegerstraße