Hamburg. In dem Fernsehdrama „Mein Falke“ spielt Anne Ratte-Polle eine Frau, die so sehr in ihrer Arbeit lebt, dass andere Beziehung kaum möglich sind. Ein Problem, das ihr auch im eigenen Alltag bekannt vorkommt.

Die Schauspielerin Anne Ratte-Polle glaubt, dass viele Menschen heute ihren Beruf ernster nehmen als zwischenmenschliche Beziehungen. „Die Gesellschaft ist ja sehr leistungsorientiert. Dabei versteckt man sich leider auch allzu leicht in der Arbeit“, sagte Ratte-Polle („Sörensen hat Angst“) der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Und die 49-Jährige fügte hinzu: „So nach dem Motto „Hauptsache, die Arbeit läuft - dann läuft auch alles andere“. Aber dadurch wird alles ein bisschen oberflächlich.“ Weil man sich nicht mehr so leicht für andere öffne - und das Gemeinschaftliche verliere.

Auch sie liebe ihren Beruf und arbeite intensiv, sagte Ratte-Polle: „Als Schauspielerin bin ich viel mit Menschen zusammen, muss mich währenddessen aber auch immer stark konzentrieren. Das ist nicht immer so einfach.“ Privat freue sie sich jedoch über Beziehungen, Familie und Freundschaften, die ja auch gepflegt werden wollten.

Am Freitag (24.11.) ist Ratte-Polle bei Arte als einzelgängerische Heldin in Dominik Grafs neuem Fernsehdrama „Mein Falke“ zu erleben. Das Drehbuch schrieb Beate Langmaack, mit der Graf bereits für den Spielfilm „Hanne“ (2019) zusammengearbeitet hat.