Hamburg. Der frühere Finanzminister Manfred Lahnstein über Kanzler-Charaktere, Krisen, längere Lebensarbeitszeiten und die „letzte Generation“.

Kann man einen großen Bogen schlagen von Helmut Schmidt, dem Ur-Hanseaten im Bundeskanzleramt, zu seinem Nachnachfolger Olaf Scholz? Aus dem zigarettenrauchgeschwängerten Treibhaus der Siebziger zu den menschgemachten Katastrophen der frühen 2020-er Jahre? Dass das geht, beweist ein Mann, dessen politische Karriere und dessen glockenklarer Geist als Bürger und „Nach-Denker“ viele Jahrzehnte umfasst. Prof. Manfred Lahnstein ist der letzte Zeuge dieses gewagten Vergleichs.