Strafvollzug

Weihnachten: 23 Gefangene sollen vorzeitig entlassen werden

Ein gebastelter Weihnachtsmann klebt hinter einem Gitter in einer Justizvollzugsanstalt.

Ein gebastelter Weihnachtsmann klebt hinter einem Gitter in einer Justizvollzugsanstalt.

Foto: picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Für 23 Hamburger Gefangene kommt die Freiheit vorzeitig im Advent. Sie sollen die Gelegenheit bekommen, Angelegenheiten noch vor den Feiertagen erledigen zu können.

Hamburg (dpa/lno). In Hamburg sollen 23 Strafgefangene in diesem Jahr vor Weihnachten vorzeitig entlassen werden. Das sagte eine Sprecherin der Justizbehörde. Die Entlassungen hätten seit dem 30. November bereits begonnen. Es handele sich dabei um eher geringe Haftstrafen. Das eigentliche Strafende hätte zwischen dem 1. Dezember und dem 6. Januar gelegen. Den Gefangenen solle die Möglichkeit gegeben werden, persönliche und behördliche Angelegenheiten vor den Feiertagen am Jahresende zu erledigen.

Die früher übliche Weihnachtsamnestie gibt es in Hamburg formal nicht mehr. Seit einer Änderung des Hamburgischen Strafvollzugsgesetzes im Jahr 2018 brauchen Gefangene nicht mehr individuell ein Gnadengesuch bei der Justizbehörde zu stellen.

In den Hamburger Haftanstalten sitzen Stand Ende November 1944 Männer und Frauen. Hinzu kommen noch 15 Untergebrachte in der Sicherungsverwahrung - dabei seien auch Menschen, die in den Zuständigkeitsbereich des Landes Schleswig-Holstein gehören. „Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Gefangenen annähernd gleich geblieben, die der Untergebrachten gesunken“, teilte die Behörde weiter mit.

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( © dpa-infocom, dpa:221206-99-795375/2 (dpa) )