Polizei Hamburg

Entflohener Häftling überlebt Sturz aus siebtem Stock

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Laut Polizeiangaben zog sich der E-Scooter-Fahrer schwere Verletzungen zu, lediglich das Bierfass sei unversehrt geblieben (Symbolbild).

Laut Polizeiangaben zog sich der E-Scooter-Fahrer schwere Verletzungen zu, lediglich das Bierfass sei unversehrt geblieben (Symbolbild).

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Der 26-Jährige war auf der Flucht vor der Polizei von einem Balkon in der HafenCity gestürzt. Er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Hamburg. Der 26 Jahre alte Häftling, der beim Versuch, sich der Festnahme durch Zielfahnder der Polizei Hamburg zu entziehen, aus dem siebten Stock eines Gebäudes in der HafenCity gestürzt war, schwebt am Sonntag nicht mehr in Lebensgefahr. Rettungskräfte hatten ihn noch vor Ort reanimieren müssen, es war fraglich, ob er seine schweren Verletzungen überlebt.

Wie der Lagedienst der Polizei auf Anfrage erklärt hatte, war der junge Mann zuvor von einem Freigang nicht in die JVA Glasmoor zurückgekehrt und sollte von Zielfahndern festgenommen werden. Nach Abendblatt-Informationen saß er dort wegen Drogenhandels im offenen Vollzug.

Polizei Hamburg: Ausbrecher schwebt nach Sturz in Lebensgefahr

Die Beamten hatten ihn in einem Gebäudekomplex an der Kreuzung Am Sandtorkai/Singapurstraße ausfindig gemacht und wollten ihn gegen 16.25 Uhr am Freitagnachmittag festnehmen. Als sie die Tür geöffnet hatten, befand sich der Mann laut Lagedienst bereits auf dem Balkon der Apartments. Er versuchte, über diesen in das darunterliegende Stockwerk oder auf den Nachbarbalkon zu gelangen. Dabei verlor er den Halt und stürzte ab.

Der Mann befand sich bis Oktober 2021 im Offenen Vollzug in der JVA Glasmoor, wo er dann unerlaubt vom Anstaltsgelände entwichen ist. Der Gefangene hatte sich im August 2020 in Hamburg zum Strafantritt gestellt und verbüßte eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

„Zielfahnder werden bei entwichenen Strafgefangenen nur eingesetzt, wenn die Flüchtigen noch eine Restfreiheitsstrafe von mindestens einem Jahr zu verbüßen haben“, sagt ein Beamter. Auch über die Tat, wegen der der Mann verurteilt worden war, ist noch wenig bekannt. Der Prozess war in Lüneburg geführt worden.

( HA )

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