Mindestlohn

Reinigungskräfte in Hamburg erhalten nun deutlich mehr Geld

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Mindestlohn: Reinigungskräfte in Hamburg bekommen nun einen höheren Stundenlohn – 12,6 Prozent mehr als bislang (Symbolbild).

Mindestlohn: Reinigungskräfte in Hamburg bekommen nun einen höheren Stundenlohn – 12,6 Prozent mehr als bislang (Symbolbild).

Foto: picture alliance / ZB | Jens Büttner

Rund 28.500 Menschen, die in Hamburg in der Gebäudereinigung arbeiten, erhalten ein Lohn-Plus. So hoch ist der Stundenlohn jetzt.

Hamburg. Sie putzen Büros, schrubben die Böden in Schulen, sorgen für Sauberkeit in Altenheimen: Rund 28.500 Reinigungskräfte arbeiten in Hamburg in der Gebäudereinigung und können sich nun über gute Nachrichten freuen – sie erhalten künftig deutlich mehr Geld. "Der Einstiegsverdienst in der Branche klettert zum Oktober auf 13 Euro pro Stunde – 12,6 Prozent mehr als bislang", teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Dienstag mit.

Beschäftigte, die in der Glas- und Fassadenreinigung tätig sind, kommen jetzt auf einen Stundenlohn von 16,20 Euro (plus 9,4 Prozent). „Wer Schulen und Büros putzt oder für Hygiene im Krankenhaus und Altenheim sorgt, macht einen unverzichtbaren Job", sagt Achim Bartels, Bezirksvorsitzender der IG BAU Hamburg. Dafür gebe es nun eine wichtige Anerkennung.

Mindestlohn: Hamburger Reinigungskräfte erhalten 13 Euro pro Stunde

"Mit dem kräftigen Einkommensplus haben die Beschäftigten auch in Zeiten hoher Inflation de facto mehr Geld in der Tasche – und verdienen deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, der im Oktober auf zwölf Euro pro Stunde gestiegen ist“, so Bartels. Im Landkreis Harburg können sich 1470 Menschen aus der Reinigungsbranche über das Lohn-Plus freuen.


Bartels appelliert an alle Reinigungskräfte, ihre nächste Lohnabrechnung genau zu prüfen. Denn die Löhne sind für die Betriebe verpflichtend. Das gilt sowohl bei ungelernten Kräften als auch bei Fachleuten in der Glas- und Fassadenreinigung. Bartels: „Jede Reinigungsfirma muss sich an die neuen Standards halten. Niemand darf weniger als 13 Euro pro Stunde verdienen." Sein Tipp: Wer trotzdem zu wenig bekommt, sollte sich an die IG BAU wenden.

Mindestlohn: Reinigungskräfte in Hamburg – auch Nachwuchs profitiert

Laut Tarifvertrag, den Gewerkschaft und Arbeitgeber ausgehandelt haben, steigen die Einkommen im Januar 2024 nochmals. Der unterste Stundenlohn liegt dann bei 13,50 Euro. In der Glas- und Fassadenreinigung werden künftig 16,70 Euro pro Stunde gezahlt, heißt es in der aktuellen Mitteilung der IG Bau.

Und auch der Nachwuchs wird profitieren: Die Azubi-Löhne erhöhen sich bis 2024 auf 900 Euro im ersten, 1035 Euro im zweiten und 1200 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

( coe )

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