Drogen

Crystal Meth im Wasserfilter – Rekordfund im Hamburger Hafen

In einer solchen Wasserfilteranlage hatten die Drogenschmuggler ihr Crystal Meth versteckt. Das Rauschgift konnte von den Fahndern nur mit schwerem Gerät entfernt werden.

In einer solchen Wasserfilteranlage hatten die Drogenschmuggler ihr Crystal Meth versteckt. Das Rauschgift konnte von den Fahndern nur mit schwerem Gerät entfernt werden.

Foto: Zoll Hamburg

Schmuggler wollen Methamphetamin im Wert von 40 Millionen Euro verschiffen. Doch aufwendige Technik kommt ihnen auf die Schliche.

Hamburg. Dicker Fisch für den Zoll in Hamburg: Drogenfahnder haben im Hafen 182 Kilogramm Crystal Meth sichergestellt. Die „herausragende“ Menge bedeutet nach eigenen Angaben den bis dato größten Einzelfund der gefährlichen Droge in Deutschland.

Am Dienstag präsentierte die Behörde den Ermittlungserfolg, der sich bereits im Mai dieses Jahres abzeichnete: Damals hatten Zollbeamte einen aus Mexiko kommenden Container im Rahmen einer Risikoanalyse aus dem Verkehr gezogen und in eine Prüfanlage gebracht.

Drogenfund: Chemiker untersuchten Crystal Meth

Dort brachte ein spezielles Röntgenverfahren verdächtige Strukturen in einer im Container gelagerten Maschine zur Wasseraufbereitung zum Vorschein. Mit schwerem technischen Gerät wurden schließlich 194 aufwendig versteckte Pakete Crystal Meth aus den Filterröhren entfernt.

Chemikerinnen und Chemiker des Zolls fanden schließlich heraus, dass es sich bei den Betäubungsmitteln um hochreines Methamphetamin handelte. Geschätzter Schwarzmarktwert: 14 Millionen Euro. Laut Frachtpapieren war die Anlage für eine europäische Firma bestimmt.

Crystal Meth im Hafen: Weitere Ermittlungen

„Eine so große Menge Crystal, die wir dem illegalen Markt entzogen haben, ist ein weiterer erheblicher Schlag gegen international agierende Drogenbanden“, sagt Hamburgs Zollfahndungs-Chef René Matschke, der sich aus einem weiteren Grund über die „herausragende“ Sicherstellung freut.

„Das zeigt erneut, dass das Zusammenspiel von Risikoanalyse, modernster Röntgentechnik und persönlichem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen zum Erfolg führt.“ Die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes im Auftrag der Staatsanwaltschaft dauern an.

( jdr )

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