Barmbek

Neues Zuhause für 100 Tauben am U-Bahnhof – für 50.000 Euro

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Stadttauben auf dem Museumsplatz in Barmbek: Bald wird für sie ein Taubenschlag errichtet.

Stadttauben auf dem Museumsplatz in Barmbek: Bald wird für sie ein Taubenschlag errichtet.

Foto: Reiffert/GRÜNE Fraktion Hamburg-Nord

Die Umstände am Barmbeker Bahnhof seien für Mensch und Tier katastrophal. Ein Beschluss der Bezirksversammlung soll das nun ändern.

Hamburg. Sie fressen herumliegenden Müll, beschmutzen den S- und U-Bahnhof und erkranken leidvoll: Die Lage für etwa 100 Tauben, die rund um den Bahnhof in Hamburg-Barmbek leben, ist düster. Das soll sich nun ändern. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll nun zunächst für zwei Jahre ein Taubenschlag auf dem Verwaltungs-Berufsgenossenschaft-Gelände am Bahnhof errichtet werden – das teilte die Grünen-Fraktion Nord am Mittwoch mit.

Für die Anschaffung und den Unterhalt des Taubenschlags wird die Bezirksversammlung Hamburg-Nord eine fünfstellige Summe zur Verfügung stellen: 50.000 Euro. Einen entsprechenden Antrag hatten die Grünen und die SPD gestellt. Tierschützende und Fraktionen im Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg (BUHD) hatten schon länger einen solchen Taubenschlag gefordert.

Barmbek: Tauben sollen im neuen Zuhause betreut werden

"Die große Zahl an Stadttauben sorgt für starke Verschmutzung im Bahnhofsumfeld und führt auch zur Verelendung der Tiere. Mit dem Pilotprojekt ermöglichen wir ein nachhaltiges und taubenfreundliches Konzept, das die Interessen von Menschen und Tieren berücksichtigt", so erklärt es Oliver Camp von den Grünen, Mitglied im Ausschuss BUHD.

In dem Taubenschlag sollen die Tauben nicht nur betreut und ihr Gesundheitszustand verbessert werden – auch die Population soll dadurch kontrolliert werden. Betreut werden soll der Taubenschlag von jungen Menschen, die sich im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs engagieren.

Tauben bekommen Zuhause – weniger Verschmutzung am Bahnhof

Auch Rüdiger Wendt von der SPD äußert sich in der Mitteilung erfreut über den Beschluss und die zukünftigen Veränderungen am Bahnhof: "Die Vergrämungsmaßnahmen haben bereits dazu geführt, dass Fußgänger*innen unter den Bahnbrücken durchgehen können, ohne ständig auf den Taubenkot zu achten."

"Und auch Fahrräder können wieder ohne Verschmutzung abgestellt werden. Wenn durch das Pilotprojekt nun die restlichen Tauben vom Barmbeker Bahnhof ferngehalten werden, umso besser", so Wendt.

( gef )

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