Schule Hamburg

Sprachförderprogramm an 32 Grundschulen gestartet

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Das Sprachförderprogramm erfährt bisher positive Resonanz (Symbolbild).

Das Sprachförderprogramm erfährt bisher positive Resonanz (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Das Angebot richtet sich vor allem an Schüler mit Migrationshintergrund und könnte damit zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.

Hamburg.  Zu Beginn des neuen Schuljahres ist an 32 Hamburger Grundschulen ein umfassendes Sprachförderprogramm gestartet. Nach Mitteilung der Schul­behörde richtet es sich vor allem an Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund, für die unter anderem wegen der pandemiebedingten Lernrückstände das Erlernen der deutschen Sprache eine besondere Herausforderung darstellt. Die Sprachförderung beruhe auf dem erprobten Programm „MITSprache“ der Stiftung Fairchance für Vorschulklassen und die Jahrgänge eins und zwei, so die Behörde.

„Wer in der Schule gut lernen will, muss gut sprechen, verstehen, lesen und schreiben können“, sagte Bildungssenator Ties Rabe (SPD). „Bei einem Viertel der Schülerinnen und Schüler haben die pandemiebedingten Schulschließungen zu großen Lernrückständen geführt. Kinder, die in der Vorschule oder Grundschule noch nicht so gut Deutsch können, haben es jetzt besonders schwer.“ Über das Engagement der Stiftung Fairchance sei er daher besonders froh, denn es trage mit der gezielten Sprachförderung zur Bildungs­gerechtigkeit bei.

Schule Hamburg: Sprachniveau der Kinder wird per App erfasst

Konkret erhalten die teilnehmenden Schulen insgesamt fünf Ordner mit Anleitungen und Unterlagen für jeweils 360 ausgearbeitete Förderstunden à 45 Minuten auf fünf aufeinander aufbauenden Lernniveaus, die sie sofort im Förderunterricht einsetzen können. Mithilfe einer App wird zu Beginn der Sprachstand der Kinder erhoben, woraufhin diese entsprechend ihrer Leistung einem der fünf Förderniveaus zugeordnet werden.

Das Programm zeichne sich unter anderem durch hohe Effizienz durch Digitalisierung der Sprachstandserfassung sowie durch die Einbeziehung der Eltern und Sorgeberechtigten aus, so die Behörde. Insgesamt stellen der Bund, die Schulbehörde und die Stiftung 450.000 Euro für das Programm zur Verfügung. Hamburg übernimmt rund ein Viertel der Kosten.

Schule Hamburg: Programm kommt gut an

„Die Resonanz der Hamburger Grundschulen auf ,MITsprache‘ hat uns positiv überrascht“, sagte Alexander Wolf, Geschäftsführer der Stiftung Fairchance. „Offenbar ist die Bereitschaft, sich angesichts der aktuell herausfordernden Lage auf gute Programme einzulassen, sehr groß.“

Alle Schulen hätten bereits die umfangreichen Materialien erhalten und mit den dazugehörigen Fortbildungen begonnen. „Offenbar mit großem Erfolg“, so Wolf, „bislang gab es ausschließlich lobendes Feedback!“

( HA )

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