Astronomisches Highlight

Perseidenregen jetzt am Nachthimmel über dem Norden

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Eine Sternschnuppe zieht über dem Leuchtturm Bülk am Ufer der Ostsee ihre Bahn. Die Sternschnuppen der Perseiden sind in der ersten Augusthälfte teils im Minutentakt am Nachthimmel zu sehen.

Eine Sternschnuppe zieht über dem Leuchtturm Bülk am Ufer der Ostsee ihre Bahn. Die Sternschnuppen der Perseiden sind in der ersten Augusthälfte teils im Minutentakt am Nachthimmel zu sehen.

Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Pro Stunde rauschen bis zu hundert Sternschnuppen vorbei. Wo sich das Himmelsspektakel am besten beobachten lässt.

Hamburg/Kiel. 
  • Sternschnuppen erreichen bis Ende der Woche ihr Maximum
  • Sicht auf das Spektakel auf dem Lande am besten
  • Bedingungen am besten zwischen 23 und 3 Uhr

Laue Nächte, klarer Sternenhimmel – der August bietet aktuell Sterneguckern in Hamburg und im Norden ein besonderes astronomisches Highlight: Die Perseiden feiern in diesen Tagen ihren Höhepunkt am Nachthimmel.

Perseiden sind Sternschnuppen, die wie Regen vom Nachthimmel fallen. Um den 12. August herum lassen sich in wolkenfreien Nächten bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Die Wetterprognosen für diesen Zeitraum sind vielversprechend, es gibt allerdings einen Störfaktor.

Perseiden: Nächtliches Himmelsspektakel über dem Norden

Der Meteorstrom der Perseiden ergießt sich jedes Jahr in der ersten Augusthälfte über den Nachthimmel und erreicht zum Ende dieser Woche sein Maximum.

„Die Aussichten sind in diesem Jahr mehr als gut. Ein mächtiges Hoch wird in der nächsten Woche für zahlreiche sternenklare und laue Sommernächte sorgen. Genau zum Höhepunkt wird die Sicht allerdings durch das grelle Licht des Vollmondes etwas gestört sein“, sagt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

Perseiden am Nachhimmel: Lichtarmes Plätzchen suchen

Um andere störende Lichtquellen auszuschließen, sollte man am besten von der Stadt auf das Land fahren. Die beste Sicht habe man von unbewaldeten Bergkuppen aus. Die Augen benötigten etwa 15 bis 30 Minuten Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Zwischen 23 Uhr bis 3 Uhr morgens seien die Bedingungen in der dunkelsten Phase der Nacht am besten, so der Meteorologe.

Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt. Es befindet sich am am Nordosthimmel. Die Perseiden scheinen aus dem Zentrum dieses Sternbilds heraus in alle Richtungen über den Himmel zu ziehen. Die Sternschnuppen stammen aber nicht von den Sternen des Perseus, sondern vom Kometen Swift-Tuttle. Perseiden sind nichts anderes, als die Staubfahne dieses Komenten.

Perseiden: Staubteilchen verglühen und ziehen Leuchtspur

Wenn die nur Millimeter großen Staubkörnchen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Sekunde auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen, werden sie urplötzlich abgebremst und bis zur Weißglut erhitzt. Bis sie vollständig verglüht sind, legen sie allerdings oft noch Dutzende von Kilometern zurück. So entstehen die mehr oder weniger hellen Leuchtspuren am Nachthimmel. Die kleinsten Schnuppen verglühen so schnell, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Die Leuchtpfade der größeren können ein paar Sekunden lang nachglimmen.

Orientierung für die Suche nach dem Ursprung der Sternschnuppenregens bietet das Sternbild Cassiopeia. Die Perseiden können sich aber am ganzen Himmel ausbreiten.

( ced/HA )

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