Hamburg (dpa/lno). «Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß», meinte schon Fußball-Weltmeister Andi Brehme. Viel eher als auf dem Fußballfeld kann es einem auf Hamburgs Straßen passieren, in einen Hundehaufen zu treten. Die CDU fordert Konsequenzen.

Angesichts einer weiter steigenden Zahl von Hundebesitzern in Hamburg fordert die CDU stärkere Kontrollen wegen der Hinterlassenschaften der Vierbeiner. «Im Zuge der Corona-Pandemie wurden immer mehr Hamburger zu Hundehaltern», sagte der für die Bezirke zuständige Experte in der Bürgerschaftsfraktion, André Trepoll, der Deutschen Presse-Agentur. So ergab seine Kleine Anfrage an den rot-grünen Senat, dass Ende vergangenen Monats für 61 349 Hundehalterinnen und Hundehalter in Hamburg Hundesteuerkonten geführt wurden - knapp 8000 mehr als vor einem Jahr.

«So schön Tierliebe auch ist, die nicht beseitigten Hinterlassenschaften von Hunden auf öffentlichen Straßen sind für Fußgänger ein großes Ärgernis», sagte Trepoll. «Umso wichtiger ist es, dass Hundehalter dazu angehalten werden, den Kot ihrer Vierbeiner auch zu beseitigen.»

Seine Frage, wie viele Anzeigen und wie viele Bußgelder wegen entsprechender Verstöße gegen Hundehalter verhängt wurden, blieb unbeantwortet. «Daten im Sinne der Fragestellung werden weder durch die Polizei und insbesondere den Hundekontrolldienst (HKD) noch durch die Bezirksämter erfasst», heißt es in der Senatsantwort.

«Dass der Senat keinen Überblick darüber hat, wie häufig gegen diese Pflicht verstoßen wird und wie viele Bußgeldverfahren daraufhin eingeleitet werden, ist schon erstaunlich», sagte Trepoll. «Um die Gehwege frei von Tretminen zu halten, ist es unbedingt notwendig, dass hier verstärkte Kontrollen stattfinden.»

Zugleich müsse die Stadtreinigung (SHR) dafür sorgen, «dass die roten Papierkörbe an Hamburgs Straßen nicht nur in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen, sondern auch weder überfüllt noch kaputt sind», forderte er.

Laut Senat stehen in ganz Hamburg 20.308 öffentliche Abfallbehälter bereit. Sind sie überfüllt oder defekt, gingen die Meldungen der Bürger dazu zum größten Teil über die App der Stadtreinigung ein und würden dann an den «Melde-Michel» weitergeleitet.

«Eingehende Meldungen über die App der SRH werden in der Regel innerhalb von drei Tagen von der SRH bearbeitet und entsprechende Verschmutzungen entfernt», so der Senat. Bei defekten Abfalleimern könne Abhilfe aber «in Abhängigkeit von Behälterverfügbarkeit und Installationsaufwand» mehr Zeit in Anspruch nehmen.