Viruserkrankung

Impfstoff gegen Affenpocken in Hamburg eingetroffen

Der Erreger der Affenpocken unter dem Mikroskop. Hamburg beginnt mit Impfungen gegen das Virus.

Der Erreger der Affenpocken unter dem Mikroskop. Hamburg beginnt mit Impfungen gegen das Virus.

Foto: Cynthia S. Goldsmith/Russell Regner/CDC/AP/dpa

Erste Impfdosen wurden bereits verabreicht. Für wen die Impfung empfohlen wird – und wie viele Hamburger bereits erkrankt sind.

Hamburg.  In der Hansestadt ist der Impfstoff „Jynneos“ angekommen. Dieser soll gegen MPX-Viren, auch „Affenpocken“ genannt, schützen. Von insgesamt 240.000 Impfdosen würden entsprechend der Verteilung auf die Bundesländer circa sechs Prozent nach Hamburg geliefert, teilte die Gesundheits- und Sozialbehörde mit. Die erste Lieferung sei eingetroffen, eine zweite folge im Laufe des Monats. Die ersten Hamburger wurden bereits geimpft.

Affenpocken: Impfung für breite Bevölkerung nicht erforderlich

Eine Immunisierung für die breite Bevölkerung ist laut Behörde nicht erforderlich. Angeboten wird der Schutz in erster Linie Kontaktpersonen von Infizierten. Hierbei handelt es sich um Menschen, die sehr engen körperlichen Kontakt zu einer Person hatten, die mit MPX-Viren belastet ist.

Ein besonderes Risiko bestehe für „Männer, die Sex mit Männern haben, im Rahmen häufig wechselnder, anonymer Sexualkontakte“, so der Pressesprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. „Eine Ansteckung ist aber auch durch anderen, intensiven Kontakt mit Körperflüssigkeiten, oder zwischen Schleimhäuten nicht auszuschließen.“

Infektionszahlen steigen auf niedrigem Niveau

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung darüber hinaus Personen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Zur Risikogruppe zählen auch Menschen, bei denen eine HIV-Infektion festgestellt wurde oder die sich durch Medikamente vor HIV schützen. Die Impfungen werden über die infektiologischen Schwerpunktpraxen durchgeführt.

Unterdessen stieg die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg weiter. Demnach wurden bislang 66 Fälle gemeldet, allesamt bei Männern. Damit habe sich die Zahl der Infektionen innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt, bleibt aber weiter auf überschaubarem Niveau.

( hpkk )

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