Britta Ernst beim G-7-Gipfel

Deutschlands First Lady in Hamburger Mode auf der Weltbühne

| Lesedauer: 3 Minuten
Vanessa Seifert
Smalltalk beim G-7-Gipfel auf Schloss Elmau: US-Präsident Joe Biden (l.) mit Bundeskanzler Olaf Scholz und dessen Ehefrau Britta Ernst.

Smalltalk beim G-7-Gipfel auf Schloss Elmau: US-Präsident Joe Biden (l.) mit Bundeskanzler Olaf Scholz und dessen Ehefrau Britta Ernst.

Foto: IMAGO / Sven Simon

Britta Ernst, Frau von Kanzler Olaf Scholz, trug bei ihrem ersten großen Auftritt als First Lady Kleider eines Labels aus Eimsbüttel.

Hamburg. Wenn sich die mächtigen Staats- und Regierungschefs zum G-7-Gipfel treffen, dann geht es natürlich um Weltpolitik, in diesen Zeiten sogar um Krieg und Frieden. Aber längst ist es medial in Mode gekommen, nebenbei auch den Stil der mitreisenden Ehefrauen und Partnerinnen zu begutachten.

Und auf diese Weise sind, aber „Hello“!, zwei Designerinnen aus Eimsbüttel ins Rampenlicht gerückt: Denn Britta Ernst, Ehefrau von Bundeskanzler Olaf Scholz, der auf das luxuriöse Schloss Elmau in den bayerischen Alpen geladen hatte, trug bei ihrem ersten großen Auftritt als First Lady“ gleich mehrere Kleider des Hamburger Labels „Hello“.

G-7-Gipfel 2022: Britta Ernst trägt Mode made in Hamburg

Dahinter stehen die Designerinnen und Freundinnen Telsche Braren und Susanne Gröhnke, die seit mehr als 25 Jahren Hamburgerinnen gut aussehen lassen, rund 1500 Stammkundinnen zählen sie in ihrem Boutique-Atelier am Weidenstieg.

Als „pur und elegant“ gilt der Stil der Designerinnen – und den schätzt die erfahrene Politikerin Britta Ernst (Bildungsministerin in Brandenburg) noch aus Zeiten, als sie mit Olaf Scholz in Altona wohnte.

Während Stil-Ikone Brigitte Macron in einem beigefarbenen Zweiteiler erschien und Carrie, Ehefrau des Briten-Premiers Boris Johnson, sich für einen hellen Hosenanzug entschied, hatte sich Britta Ernst von den Designerinnen ihres Vertrauens ein ärmelloses, dunkelblaues Kleid mit Einsätzen aus elfenbeinfarbener Seide entwerfen und schneidern lassen.

„Das Kleid sieht gut aus und ich habe mich darin sehr wohlgefühlt“, sagte die 61-jährige Britta Ernst dem Abendblatt. Und: „Susanne Gröhnke und Telsche Braren, bei denen ich seit vielen Jahren Stammkundin bin, machen großartige Mode.“

„Michelle Obama hat den ärmellosen Look hoffähig gemacht“

Eigentlich, so erzählt Susanne Gröhnke, gehörte zu dem Kleid im „klassischen Jackie-O-Stil“ noch ein Jäckchen, doch dann seien die sommerlichen Temperaturen doch zu hoch dafür gewesen. „Und da hat Britta Ernst, und das finden wir großartig, gesagt: Dann lasse ich es weg. Michelle Obama hat den ärmellosen Look doch hoffähig gemacht.“

Gröhnke sagt, Britta Ernst („eine tolle, sportliche Frau, der lässige Eleganz steht“) habe in ihrem Kleid zwischen Joe Biden und Ehemann Olaf Scholz „ganz toll ausgesehen, das war ein stimmiges Bild“.

Abends trug Britta Ernst noch ein dunkelblaues Paillettenkleid von „Hello“, tagsüber beim Partnerprogramm, das sie leiten durfte (u.a. Nordic Walking mit Ski-Legende Christian Neureuther und dessen Schwiegertochter Miriam) war sie in sportlicher Chino-Hose des Labels unterwegs.

Viele Hamburger Prominente tragen das Design aus Eimsbüttel

Den „Hello“-Stil schätzen seit Jahren verschiedene prominente Frauen, darunter die Schauspielerin Marie Bäumer, Sängerin Ina Müller sowie „Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga. Als sich „Tagesschau“-Sprecherin Julia-Niharika Sen, die mit den Designerinnen gut befreundet ist, und Vize-Bürgermeisterin Katharina Fegebank 2015 auf einem Hamburger Ball in ähnlicher „ Hello“-Abendrobe begegneten, soll Katharina Fegebank gescherzt haben: „Na, auch im Lieblingskleid unterwegs?!“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg