Gastronomie Hamburg

HafenCity: Neues Edelrestaurant am Lohsepark

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Ulrich Gaßdorf
Claas und Claudia Anklam auf der Baustelle ihres neuen Restaurants in der Hamburger Hafencity.

Claas und Claudia Anklam auf der Baustelle ihres neuen Restaurants in der Hamburger Hafencity.

Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services / Roland Magunia/Hamburger Abendblatt

Mit dem "Henriks" betreibt er bereits ein Edellokal in Rotherbaum. Nun steht ein neues Projekt für Henrik Anklam an.

Hamburg. Sein Henriks an der Moorweide betreibt Claas-Henrik Anklam seit 2013. Und noch bevor der 46-Jährige im kommenden Jahr den zehnten Geburtstag von seinem Edellokal in Rotherbaum feiert, steht ein neues Projekt an. Der Spitzenkoch wird ein weiteres Restaurant eröffnen. In der HafenCity, in einem Neubau am Lohsepark, in den die Firmenzen­trale des Öl- und Gasunternehmens Wintershall Dea einzieht. Der Gastronom wird für das Unternehmen auch die Kantine und die Cafeteria betreiben. Bauherr ist Harm Müller-Spreer.

Das Gebäude sorgte für Schlagzeilen: Ursprünglich sollte hier im Erdgeschoss auch das Dokumentationszentrum denk.mal Hannoverscher Bahnhof einziehen, das an die Deportation von mehr als 8000 Juden, Roma und Sinti von Hamburg aus erinnern soll. Doch als bekannt wurde, dass Wintershall Dea hier auch einen Mietvertrag unterschrieben hatte, gab es Proteste. Das Unternehmen war Teil der Aufrüstungs- und Kriegsführungspolitik des NS-Regimes und beteiligte sich an der Ausplünderung der okkupierten Staaten. In einem Mediationsverfahren einigte man sich darauf, dass Müller-Spreer ein eigenständiges Gebäude am Rande des Lohseparks errichtet und dieses der Stadt schenkt. Dort zieht das Dokumentationszentrum dann ein. Investor Müller-Spreer hat auch die Immobilie an der Tesdorpfstraße entwickelt, in der das Henriks seinen Standort hat.

Neues Edellokal am Hamburger Lohsepark

Im Erdgeschoss am Lohsepark 8 ist die großzügige Fläche, auf der Anklam voraussichtlich im Dezember sein Restaurant eröffnen wird. „Es wird kein Henriks 2, sondern ein Ort mit einer eigenen Agenda. Wir werden auch hier eine gehobene Gastronomie und erstklassige Küche bieten“, kündigt Anklam an. Beim exklusiven Ortstermin mit dem Abendblatt führt der gebürtige Hannoveraner gemeinsam mit seiner Frau Claudia über die Baustelle. Die bodentiefen Fenster sind bereits eingebaut, und die Gäste schauen von dort in den Lohsepark oder in den Innenhof, der begrünt wird. „Wir haben uns lange überlegt, ob wir dieses Objekt anmieten, weil das eine Millioneninvestition bedeutet. Im Endeffekt spricht der Standort für sich. In der Nachbarschaft arbeiten etwa 4000 Menschen. Außerdem ist in der Umgebung hochwertiger Wohnraum entstanden. Dazu kommen die Touristen, die hier unterwegs sind“, sagt Anklam.

Die Decke ist fast fünf Meter hoch. Noch ist es ein Rohbau, nun startet der Innenausbau. Dafür sind das Architekturbüro Hohaus Hinz&Seifert sowie Geplan Design verantwortlich. „Wir setzen auf ein modernes hochwertiges Design mit einigen besonderen Hinguckern“, so Claudia Anklam. Dazu gehört die Bar mit Zinktresen, deren Rücken bis an die Decke reicht und mit Spirituosen bestückt sein wird. In der Showküche im Gastraum können Gäste das Wirken der Köche verfolgen. 130 Plätze gibt es innen, 40 auf der Terrasse zum Park, 68 weitere im Innenhof.

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Wenn im Restaurant nur noch Kartenzahlung möglich ist

Und was kommt auf den Tisch? „Wir werden hier aufgrund der Nähe zum Wasser den Fokus auf Fisch setzen, der in einer Auslage präsentiert wird, und dort kann der Gast sich dann auch direkt einen Fisch auswählen.“ Austern wird es auch geben. Aber auch Steaks und Klassiker wie Tatar. Zum Mittagessen können die Gäste aus einer speziellen Karte wählen. 50 Mitarbeiter braucht Anklam für sein neues Projekt. „Bewerbungen sind willkommen.“ Und wie wird das Lokal heißen? Der Hausherr lächelt. „Das wollen wir noch nicht verraten.“

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