Hafen Hamburg

Eine schwimmende Luxus-WG: "The World" besucht Hamburg

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Sie sieht aus wie ein Kreuzfahrtschiff. Doch "The World" ist exklusiver als Tui, Aida und Co.: Nur, wer eine Kabine kauft, darf mit.

Hamburg. 165 Appartements mit bis zu 300 Quadratmeter Größe, sechs Restaurants und eine luxuriöse Ausstattung: Die größte private Wohnyacht der Welt, "The World", macht am ersten Juliwochenende in Hamburg fest. Es ist bereits der fünfte Besuch in der Hansestadt.

Nach kurzen Abstechern in England und Amsterdam legt "The World" im Hamburger Hafen an. Anschließend geht es über den Nord-Ostsee-Kanal nach Wismar, Stockholm und Polen weiter, bevor das sehr spezielle Kreuzfahrtschiff wieder Kurs auf den Atlantik nimmt.

Hafen Hamburg: Schwimmende Luxus-WG "The World" kommt an die Elbe

Denn "The World" sieht zwar aus wie ein klassisches Kreuzfahrtschiff: Doch kann man sich auf ihr nicht so ohne weiteres einbuchen: Die Kabinen haben feste Besitzer, die mit "The World" auf Dauerkreuzfahrt gehen können oder für bestimmte Touren an Bord kommen. Im Durchschnitt verbringen sie drei bis vier Monate im Jahr an Bord. Wer trotzdem mitfahren möchte, kann zum "Residential Advisor" des Schiffs Kontakt aufnehmen: Hin und wieder stünde eine Kabine (Kaufpreis zwischen zwei und 15 Millionen Dollar) zum Wiederverkauf.

Wer eine Kabine besitzt, bestimmt den Kurs der "The World"

Neben der Luxus-Kreuzfahrt-adäquaten Ausstattung der "The World" dürfte eines der besten Argumente für die beileibe nicht günstige Anschaffung (neben dem Kaufpreis werden jährliche Kosten in nicht kommunizierter Höhe fällig) sein, dass die Besitzer den Kurs ihrer schwimmenden Luxus-WG bestimmen. Die jährliche Route wird drei Jahre im Voraus per Abstimmung festgelegt. 2022 führte sie vom Pazifik über Südamerika und die Karibik nach Nordeuropa, weitere Stationen sind unter anderem Island, das Mittelmeer und der mittlere Osten.

Und selbst an Seetagen dürfte den Bewohnerinnen und Bewohnern durch das umfassende Freizeitangebot von Golf spielen bis hin zu Kajak fahren oder Tauchen ohnehin nicht langweilig werden. Rund 250 Besatzungsmitglieder kümmern sich um zudem in sechs Restaurants und sieben Bars um die Gäste – wer jedoch die eigenen vier Wände seines Luxus-Appartements nicht verlassen möchte, kann sich auch private Dinnerpartys organisieren lassen. Auch ist mit einem Wellness Center, Casino sowie mit einer Galerie für den Geist gesorgt.

Wer nun auf den Geschmack gekommen sein sollte, könnte enttäuscht sein – oder muss das Sparschwein plündern: Das Reisen mit der Luxusyacht ist einzig und allein seinen Besitzern gestattet.

( mhs/josi )

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