2. Bundesliga

HSV mit "Vorfreude" ins Aufstiegsfinale nach Rostock

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dpa
Spielbälle liegen auf dem Rasen.

Spielbälle liegen auf dem Rasen.

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Nach vier Jahren kann der Hamburger SV wieder erstklassig werden. Dazu muss er zum Abschluss der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga bei Hansa Rostock gewinnen. Der Druck auf die Mannschaft ist immens. Trainer Tim Walter gibt sich aber gelassen.

Hamburg. Zwischen Aufstieg oder gar nichts - der Hamburger SV steht vor einem großen und spannenden Finale in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Norddeutschen bestreiten heute beim FC Hansa Rostock ihr wichtigstes Spiel der Saison. "Wir wollen aufsteigen", sagte Trainer Tim Walter.

Der HSV braucht einen Sieg, um zumindest die Relegation sicher zu erreichen. Platz zwei und damit der direkte Aufstieg sind auch noch drin - allerdings muss dazu Werder Bremen sein Heimspiel gegen Jahn Regensburg verlieren. Dann wären die Hamburger bei eigenem Sieg aufgrund der besten Tordifferenz in der 2. Liga an den punktgleichen Bremern vorbei und nach vier Jahren wieder erstklassig.

Doch auch Rang vier und damit das Worst-Case-Szenario ist noch möglich: wenn der HSV nur remis spielt oder gar verliert und der noch aktuelle punktgleiche Tabellenvierte SV Darmstadt 98 gegen den SC Paderborn gewinnt. Für die Hamburger wäre es dann zum vierten Mal der vierte Platz in ihrer vierten Zweitliga-Saison.

Walter beschäftigt sich nicht damit. Er genießt die Ausgangslage. Solche Entscheidungspartien machten das Leben aus, meinte der Trainer. Jeder seine Spieler werde bis in die Haarspitzen motiviert sein. "Wir sind voller Vorfreude und Energie", versprach er.

Seine Mannschaft muss sich im mit 26.150 Zuschauern ausverkauften Ostseestadion - darunter auch 2500 HSV-Fans - aber auf Gegenwehr einstellen, auch wenn es für die Rostocker um nichts mehr geht und sie den Klassenverbleib längst sicher haben. "Wir werden dem HSV nicht den Teppich ausrollen, sondern es soll für die Jungs unangenehm werden", sagte Hansa-Trainer Jens Härtel.

Die Hamburger müssen ohne ihr Mittelfeld-Talent Anssi Souhonen auskommen. Der zuletzt formstarke Finne hatte sich im Training einen Wadenbeinbruch zugezogen und fällt mehrere Wochen aus. Für ihn könnte David Kinsombi einspringen. "Wir haben genug Optionen", sagte Walter.

Die Hamburger haben aktuell den besten Lauf aller Zweitligisten. Die jüngsten vier Spiele haben sie gewonnen. Gegen Hansa Rostock gab es erst ein Zweitliga-Duell. Im Hinspiel behielt der HSV mit 3:0 die Oberhand. Die Mecklenburger demonstrierten in dieser Saison bereits gegen den FC St. Pauli (1:0), mit welchem Ehrgeiz sie gegen einen Aufstiegsanwärter vorgehen. "Die werden alles reinhauen", meinte Walter.

Auf beiden Seiten stehen Top-Torjäger. Bei den Rostockern will John Verhoek seine Bilanz von derzeit 17 Treffern aufbessern, beim HSV zeigt sich Robert Glatzel mit 21 Toren in blendender Verfassung.

Über eine mögliche Relegation will sich Walter (noch) keine Gedanken machen. "Wir nehmen alles, wie es kommt", sagte der Trainer. Der Gegner für den 19. und 23. Mai steht schon fest: Der Bundesliga-16. Hertha BSC aus Berlin mit HSV-Idol Felix Magath als Trainer wäre die letzte Hürde vor der ersehnten Rückkehr in die Bundesliga.

© dpa-infocom, dpa:220514-99-287946/5

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( dpa )