HafenCity

So sieht Hamburgs neue Hochschule aus – Studieren am Wasser

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Am Chicagokai im HafenCity-Quartier Strandkai entsteht das besonders nachhaltige siebengeschossige Hochschul- und Bürogebäude.

Am Chicagokai im HafenCity-Quartier Strandkai entsteht das besonders nachhaltige siebengeschossige Hochschul- und Bürogebäude.

Foto: Visualisierung: PATRIZIA_C.F.Møller

Am Chicagokai entsteht die "Hochschule von morgen". Viele Bereiche sollen auch für Besucher zugänglich sein. Das sind die Pläne.

Hamburg. Innovativ und nachhaltig – diese Begriffe fallen immer wieder, wenn es um die neue Hochschule in der Hamburger HafenCity geht: Am Chicagokai im HafenCity-Quartier Strandkai – direkt am Wasser – entsteht das neue siebengeschossige Hochschul- und Bürogebäude, das zu gut 60 Prozent von der MSH Medical School genutzt wird. Die Bauherrin Patrizia AG hat im Einvernehmen mit der MSH, der Stadtentwicklungsbehörde und der HafenCity Hamburg GmbH einen Realisierungswettbewerb mit sechs internationalen Architekturbüros durchgeführt. Durchgesetzt hat sich das Team um Julian Weyer von dem in Berlin ansässigen Architekturbüros C.F. Møller Architects, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

"Ihr Entwurf bringt die Universität der Zukunft auf den Punkt: Konsequent durchdacht, ressourcenschonend errichtet und betrieben und im Einklang mit der Umgebung", heißt es in der Mitteilung der HafenCity Hamburg GmbH. Angepriesen werden "offene flexible und multifunktionale Lernwelten für zeitgemäßes Studieren", die eingebettet seien in einem Gemeinschaftsgebäude mit Unternehmen und Start-Ups. Für die MSH ist es der zweite Standort in der HafenCity, der Platz für 1750 Studierende und Mitarbeiter bietet.

HafenCity: Hamburgs neue Hochschule – ganz nachhaltig

„Am Chicagokai in der HafenCity würde man gerne selber studieren wollen – direkt am Wasser in einem offenen und einladenden Haus mit einer Vielzahl von räumlichen Angeboten zum Lehren und Forschen", sagte Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing. Das Hochschulgebäude sei ein wichtiger Baustein, der das Strandkai-Quartier attraktiver und lebendiger machen werde. "Zudem entsteht hier ein Haus, das dem Anspruch nachhaltig zu sein, vollkommen gerecht wird.“

In dem Gebäude sind für die MSH im ersten bis dritten Obergeschoss Seminarräume und Büroflächen auf 4000 Quadratmetern vorgesehen. "Erd- und Zwischengeschoss stehen für publikumsbezogene Nutzungen zur Verfügung und beherbergen auf circa 4400 Quadratmetern Fläche ein Restaurant, Ausstellungsflächen sowie Bereiche für die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen Studierenden und Lehrenden", heißt es in der Mitteilung.

Hochschule am Wasser: Fachbibliothek auch für Besucher zugänglich

Zudem sollen weitere "Funktionsbausteine" der MSH, wie ein im Innenhof liegendes, rückbaubares Audimax und eine Fachbibliothek mit Arbeitsflächen auch für Besucher zugänglich sein. In den oberen drei Geschossen entstehen moderne Büroflächen – inklusive Blick auf Elbe und Hafen.

Die nach eigenen Angaben "Hochschule von morgen" zeichne sich durch besondere Nachhaltigkeitsansprüche aus. Allein in der Bauphase seien rund 40 Prozent CO2 eingespart worden. Eine Reduktion der Baustoffmengen erfolgte demnach insbesondere durch die Optimierung der Bauweise und die Anwendung von sogenanntem Gradientenbeton.

Neue Hochschule in der HafenCity als sozialer Marktplatz

„Ein urbaner Stadtteil wie die HafenCity mit ihren verschiedenen Milieus umfasst zahlreiche soziale Angebote", sagte Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH. Dazu gehörten vielfältige Wohnmöglichkeiten, abwechslungsreiche kulturelle Einrichtungen sowie eine breite Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur.

Kleinau: "Ein Hochschulstandort ist somit Teil eines dichten wechselseitigen urbanen Systems, in das er sich konsequent einfügen muss. In der HafenCity bedeutet das auch: aktiver Klimaschutz bei der Errichtung und dem Betrieb, eine innovative Bauweise, die sich zum umgebenden Stadtraum öffnet und gezielt die Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt stellt." Die Hochschule werde damit zum Treff- und Orientierungspunkt: als moderner sozialer Marktplatz für Menschen, Inhalte und Ideen.

Ilona Renken-Olthoff, Geschäftsführerin der MSH Medical School Hamburg, betonte, dass die MSH glücklich sei, "den Studierenden zukünftig in einem zukunftsweisenden Gebäude einen sehr besonderen Ort des Lernens und der Begegnung anbieten zu können".

( coe )

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