Prozess Hamburg

Raser verursacht schweren Unfall – 1400 Euro Strafe

Am Unfallort an der Kreuzung Ferdinandstor/An der Alster in Hamburg bot sich ein Bild der Zerstörung.

Am Unfallort an der Kreuzung Ferdinandstor/An der Alster in Hamburg bot sich ein Bild der Zerstörung.

Foto: Blaulicht News

Der Hamburger hatte vorher versucht, ein anderes Auto abzudrängen. Nun musste er sich vor dem Amtsgericht verantworten.

Hamburg. Am Unfallort bot sich ein Bild der Zerstörung: Ein Auto lag auf dem Dach, bei dem anderen war die Front vollkommen zertrümmert. Wegen dieses Unfall an der Kreuzung Ferdinandstor/An der Alster vom 26. April vergangenen Jahres musste sich am Mittwoch ein 48-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf Güngör A. fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässige Körperverletzung vor.

Hintergrund der Kollision war laut Anklage, dass der Hamburger versucht habe, ein anderes Auto abzudrängen. Weil er dabei so viel Gas gegeben habe, verlor der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und überfuhr eine Verkehrsinsel. Beim Überfahren des Kantsteins hob das Auto ab, flog in den Querverkehr auf der Straße Ferdinandstor und kollidierte dort mit dem Golf eines anderen Verkehrsteilnehmers.

Nach Unfall in Hamburg: Raser muss hohe Geldstrafe zahlen

Der Golf wurde herumgeschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Der Mann am Steuer erlitt eine Schürfwunde an der Hand und Schmerzen an der Schulter. Am Auto entstand etwa 15.000 Euro Sachschaden.

Ursprünglich hatte der Fall im sogenannten Strafbefehls-Verfahren, also ohne mündliche Verhandlung, abgeschlossen werden sollen. Weil der 48-Jährige dagegen Einspruch einlegte, wurde der Fall jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt. Nach der Beweisaufnahme nahm der Angeklagte am Mittwoch jedoch den Einspruch gegen den Strafbefehl über 70 Tagessätze á 20 Euro zurück. Insgesamt muss Güngör A. also eine Geldstrafe in Höhe von 1400 Euro begleichen. Außerdem wurde sein Führerschein für zehn Monate eingezogen.

( dah/bem )

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