Hagenbeck in Hamburg

Leopardin zieht in den Tierpark – mit großer Mission

| Lesedauer: 3 Minuten
Catharina Jäckel
Mitte Januar ist das Nordchinesische Leopardenweibchen Sunny im Tierpark Hagenbeck eingezogen.

Mitte Januar ist das Nordchinesische Leopardenweibchen Sunny im Tierpark Hagenbeck eingezogen.

Foto: Tierpark Gotha

Im Video: Raubkatze Sunny erkundet die Außenanlage des Zoos. Tierarzt Michael Flügger verrät den Grund für ihren Umzug.

Hamburg. Neuzugang im Tierpark Hagenbeck: Das Nordchinesische Leopardenweibchen Sunny ist aus dem Tierpark Gotha in den Hamburger Zoo gezogen. Sie wurde umquartiert, da in Gotha umfassende Umbauarbeiten stattfinden. In ihrem alten Gehege reiche der Platz derzeit nicht mehr aus, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Hamburger Tierparks.

Am Dienstag erkundete die Raubkatze die für sie neue, große Außenanlage, wie Zootierarzt Michael Flügger über Instagram in einem kurzen Video verriet und dokumentierte.

Auch einen ersten Blick auf das starke Weibchen konnten die Follower erhaschen. Zu sehen ist, wie Sunny neugierig durch das Gehege streicht und elegant auf einen Baumstamm springt. Zuvor habe sie ein paar Tage das kleine Gehege kennengelernt, um die ungewohnten Gerüche und Geräusche von ihren Artgenossen Naoli und Bum-i kennenzulernen, so Flügger.

Leopardin im Tierpark Hagenbeck soll für Nachwuchs sorgen

Die Leopardin soll in Hamburg nicht „Urlaub“ machen, sondern eine ganz besondere Mission erfüllen: Sie soll gemeinsam mit Kater für Nachwuchs sorgen. Sunny habe bereits bewiesen, dass sie sich Bum-i fortpflanzen und Jungtiere großziehen kann, so Flügger.

Die Raubkatze wurde im November 2014 in Österreich geboren und lebte seit Ende 2015 in Gotha. „Sie ist perfekt für die Zucht geeignet“, sagt auch Anett Engelhardt, stellvertretende Leiterin des Tierpark Gotha. „Sie hatte bereits vier Würfe und hat sich als liebevolle Mutter erwiesen, die sich sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs kümmert.“

Der Hamburger Zootierarzt ist optimistisch, dass Bum-i zusammen mit der erfahrenen Raubkatze die Aufgabe meistert: „Ich glaube, das kriegt er schon hin“, sagt er auf Instagram. Beschnuppert haben sich die beiden Leoparden aber noch nicht. „Erst wenn sich die Raubkatze in ihrer neuen Umgebung sicher fühlt, werden wir sie mit unserem Kater Bum-i zusammenführen“, sagt Flügger.

Leopard Bum-i wartet schon lange auf Nachwuchs

Der Nordchinesische Leopard Bum-i war vor etwa einem Jahr aus Korea in den Tierpark umgesiedelt worden. Mit ihm zog das zwei Jahre alte Weibchen Naoli in den Tierpark ein. Die Paarung der beiden gelang jedoch nicht.

Leopardenmännchen Bum-i gilt als genetisch besonders wertvoll, die Zucht habe deshalb oberste Priorität, so Flügger. „Und da unser Weibchen Naoli bisher nicht für Nachwuchs gesorgt hat, war es eine glückliche Fügung, dass Sunny ein neues Zuhause brauchte.“

Wissenswertes zum Tierpark Hagenbeck:

  • Hagenbecks Tierpark wurde im Mai 1907 eröffnet
  • Er liegt im Hamburger Stadtteil Stellingen und umfasst eine Fläche von 19 Hektar
  • Im Tierpark gibt es mehr als 1850 Tiere aller Kontinente, darunter eine der größten Elefantenherden Europas
  • Alle Bereiche im Tropen-Aquarium und der Rundweg im Tierpark Hagenbeck sind behindertengerecht
  • Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt

Hagenbeck in Hamburg: Rätsel um tierischen Neuzugang

Zoofans hatten gespannt auf Sunnys Ankunft gewartet. Vor zwei Tagen hatte der Tierpark ebenfalls über Instagram ein kleines Rätsel gestartet: In einem Video war ein silberner Transporter zu sehen.

Nutzerinnen und Nutzer wurden aufgerufen zu raten, was sich in dem Fahrzeug verbarg. Drei Antwortmöglichkeiten gab es:

  • ein Kühlschrank für die Futterküche
  • ein Leopard
  • ein geräumiges Insektenhotel

Die meisten Follower hatten laut dem Tierpark auf einen Leoparden gehofft – und freuten sich dementsprechend nach Auflösung des Rätsels über die ersten Bilder der Raubkatze.

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