Fußball

Dynamo Dresden gegen Hamburger SV: erneut ein Unentschieden

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dpa

Wie schon im Hinspiel trennen sich die Dresdner mit einem Remis vom Hamburger SV. Während die Sachsen defensiv über weite Strecke gut verteidigen, fehlt in der Offensive oft das Glück.

Dresden. Ein Sieg zum Auftakt in der Restrückrunde war durchaus möglichen. Nach dem Abpfiff der Partie gegen den Hamburger SV am Freitagabend steht für Dynamo Dresden aber ein am Ende leistungsgerechtes 1:1. Robert Glatzel (37.) hatte die Gäste in Führung gebracht. Dynamos Topstürmer Christoph Daferner (61.) glich Mitte des zweiten Durchgangs aus. Beide Treffer fielen jeweils in eine Drangphase des Gegners.

"Es war eine brutale Willensleistung von uns allen. Wir mussten sehr viel laufen, sehr viel Aufwand betreiben. Es ist sehr gut, dass wir auch mal ein Unentschieden über die Zeit retten konnten", sagte Torschütze Daferner. Dynamos Neuzugang Oliver Batista Meier jubelte nach seinem Debüt. "Es hat richtig viel Spaß gemacht. Hier einen Punkt mitzunehmen ist sehr gut. Darüber bin ich sehr glücklich", sagte Batista Meier.

Dynamos Marschroute vor den 1000 zugelassenen Zuschauern wurde bereits nach wenigen Sekunden offensichtlich. Vom eigenen Anstoß an setzten die Dresdner auf ein extrem engagiertes Angriffspressing, das bis in den generischen Strafraum hineinreichte. Unter diesem Druck wurde HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes gleich zu mehreren Abspielfehlern gezwungen. Ein eben solcher führte zum ersten Torschuss der Hausherren durch Yannick Stark (4.).

Es dauerte rund 15. Minuten bis sich die Gäste zum ersten Mal über mehrere Pässe hintereinander in der Hälfte der Dresdner kombinieren konnten. Eine Mischung aus Flanke und Abschluss von David Kinsombi (15.) auf das kurze Eck konnte Schlussmann Kevin Broll abwehren. Die Spielqualität fiel danach etwas ab. Die Gäste agierte noch immer fahrig, fanden kaum einen Weg durch das gut gesicherte Zentrum der Dresdner. Aber auch deren Vorstöße verloren an Struktur.

In diese Phase fiel ein Freistoß durch Linksverteidiger Chris Löwe (37.). Den von der rechte Außenbahn geschlagenen Ball klärte Hamburgs Glatzel per Kopf. Der Ball landete vor den Füßen von Dynamos Ransford Königsdörffer, der sofort abzog. Den geblockten Schuss nahm wiederum Glatzel auf und spielte Sonny Kittel an. Der flankte wiederum zurück zum Passgeber. Glatzel überlupfte Broll mit der ersten echten Torchance eiskalt und erzielte etwas überraschend das 0:1.

Aus der Pause kamen die Schwarz-Gelben etwas mutlos. Der HSV wurde stärker, die Kombinationen flüssiger. Wie schon im ersten Abschnitt gelang dann aber der in dieser Phase vermeintlich unterlegenen Mannschaft das Tor. Eine schnell vorgetragene Ballstafette konnte Christoph Daferner am langen Pfosten per Kopf verwerten. Für den Stürmer war es bereits das neunte Saisontor. Sieben davon erzielte Daferner daheim.

Der Ausgleich gab den Dresdnern Auftrieb. In der gegnerischen Hälfte agierten die Sachsen fortan mutiger. Wie schon im bisherigen Saisonverlauf fehlte jedoch ein ums andere Mal der finale Pass. Immerhin gelang es der Hintermannschaft weiterhin die vereinzelten Angriffe der Gäste zu verteidigen.

Im Anschluss nahm Schmidt Brandon Borrello und den glücklosen Neuzugang Vaclav Drchal vom Platz (71.). Die Hereinnahme von Wintertransfer Batista Meier und Paul Will hätte sich beinah ausgezahlt. Eine Zeigerumdrehung nach dem Wechsel spielten die beiden Königsdörffer frei, der aus Nahdistanz am Schlussmann der Hamburger scheiterte. In der Schlussviertelstunde fehlte beiden Mannschaften die Kraft, um den Lucky Punch zu erzwingen.

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