Polizei Hamburg

Kopf der Haschischzüchter-Bande: 60-Jähriger wieder in Haft

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Andrè Zand-Vakili
Dieser Bau an der Georg-Heyken-Straße wurde beschlagnahmt.

Dieser Bau an der Georg-Heyken-Straße wurde beschlagnahmt.

Foto: André Zand-Vakili

Der Mann, in dessen Gebäude mehr als 2500 Pflanzen gefunden wurden, sitzt wieder in U-Haft. Haftbefehl auch gegen weitere Verdächtige.

Hamburg.  Nach dem Fund einer riesigen Marihuanaplantage in einem Gewerbebau an der Georg-Heyken-Straße ermitteln Drogenfahnder mittlerweile gegen eine ganze Gruppierung Tatbeteiligter. Der als Kopf der Gruppierung eingeschätzte 60-Jährige aus Bendestorf war nach dem Auffliegen der Plantage in Untersuchungshaft gekommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Mittlerweile sitzt er wieder, wie auch zwei jetzt ermittelte Komplizen, in Haft.

Insgesamt 2347 Hanfpflanzen, 231 geerntete Pflanzen und rund 30 Kilogramm Marihuana hatten Drogenfahnder Mitte September in dem Gewerbebau nahe der Autobahnanschlussstelle Hausbruch sichergestellt. Die Pflanzen waren in zehn Räumen unter Einsatz modernsten Equipments aufgezogen worden. Offenbar war die Plantage eingerichtet worden, nachdem ein großer Mieter gekündigt hatte.

Polizei Hamburg machten sieben Mittäter ausfindig

Zunächst war lediglich der Manager aus Bendestorf festgenommen worden. Nach zwei Wochen kam er gegen Kaution und unter Auflagen wieder frei. Die Drogenfahnder ermittelten weiter. Die Ermittler konnten sieben Mittäter ausfindig machen. Darunter ist auch eine Familie aus dem nahen Stadtteil Heimfeld – tatverdächtig sind auch zwei Frauen. Sie hatten, so glauben die Ermittler, das Equipment für die Plantage, zu der Speziallampen und eine Bewässerungsanlage gehörten, besorgt.

Die Männer werden als direkte Komplizen des Managers angesehen. Gegen die beiden 53 und 27 Jahre alten Männer wurden Haftbefehle erwirkt und vollstreckt. Ermittelt wurde auch ein 55 Jahre alter Mann, der offenbar als „Plantagenhandwerker“ die aufwendige Installation durchführte. Bei den Festnahmen und der Durchsuchung der Wohnungen der Beschuldigten wurden mehr als 10.000 Euro und ein Goldbarren sowie umfangreiche Unterlagen und Datenträger sichergestellt.

Immobilie als „Tatmittel“ eingezogen

Besonders hart hat es den bereits im September ermittelten Bendestorfer getroffen. Das Gebäude, in dem die Marihuanaplantage entdeckt wurde, gehört ihm selbst. Die Polizei hat es als „Tatmittel“ eingezogen. Der Wert der Immobilie wird auf rund 3,7 Millionen Euro taxiert.

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