Besserer Service

Hamburger Kundenzentren werden völlig neu aufgestellt

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Hamburgs Kundenzentren, hier Mitte, sollen effizienter werden.  Kundenzentrum im neuen Bezirksamt Hamburg Mitte. Anmeldetresen mit Wartebereich.

Hamburgs Kundenzentren, hier Mitte, sollen effizienter werden. Kundenzentrum im neuen Bezirksamt Hamburg Mitte. Anmeldetresen mit Wartebereich.

Foto: Klaus Bodig / HA

Neuer Personalausweis oder Reisepass? Stadt und Bezirke planen große Reform für mehr Bürgerservice. Weitere Leistungen in Planung.

Hamburg. Schnell verfügbare Termine, um etwa einen neuen Personalausweis oder Reisepass zu bekommen, kurze Wartezeiten vor Ort, längere Öffnungszeiten – das sollten möglichst alle Kundenzentren der Bezirke in Hamburg zuverlässig gewährleisten, geht es nach dem Willen des Senats. Tatsächlich lief es in der Vergangenheit nicht immer optimal, oft aus organisatorischen Gründen.

Nun planen die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und die Bezirke eine Reform mit dem Ziel, das Melde- und Ausweiswesen in der Hansestadt effizienter zu gestalten: Von 2023 an sollen die Mitarbeiter der Kundenzentren nicht mehr den bisher jeweils zuständigen Bezirksämtern zugeordnet sein, sondern einer neuen betrieblichen Einheit.

Hamburger Kundenzentren sollen einheitlich gesteuert werden

„Künftig soll es eine einheitliche Steuerung geben, die ein Höchstmaß an Bürgerservice ermöglicht und bei der die Bezirksamtsleitungen weiter eng eingebunden sind“, sagt Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

Das klare Ziel sei es, mehr Termine auch mit wenigen Tagen Vorlaufzeit anbieten zu können. Zudem sollen möglichst viele Bürgerservicedienstleistungen aus einer Hand angeboten werden. „Denkbar wäre es in der neuen Organisationsform auch, Dienstleistungen der Ausländerkundenzentren anzubieten. Perspektivisch wäre es auch möglich, dies auf andere Dienstleistungen wie die Führerscheinbeantragung zu erweitern“, so Fegebank.

Chief Digital Officer soll Kräfte der Kundenzentren bündeln

Mit der Neuaufstellung soll auch auf die zunehmende Digitalisierung reagiert werden. Eine Maßnahme, um die Digitalisierung bei den Bezirksämtern möglichst effizient voranzutreiben, wurde bereits im September bekannt gegeben: Als sogenannter bezirklicher Chief Digital Officer (CDO) soll Benjamin Schock die Kräfte der Ämter bündeln.

Mit der Corona-Pandemie h abe sich erneut gezeigt, wie wichtig digitale Serviceangebote seien, sagt Bezirksstaatsrat Alexander von Vogel. Unter seiner Federführung entstand das Konzept für die Neuaufstellung der Kundenzentren.

( mha/joa )

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