Hamburg. Über Nacht erwachsen: Hilde David schildert in „Abschiede, Aufbrüche“ ihr Leben in Weimarer Republik, Nazi-Zeit und Krieg.

Viele Menschen wollen ihre Lebensgeschichte aufschreiben, aber das ist so eine Sache. Mal gibt es eher wenig Berichtenswertes, mal fehlt das schreiberische Können, und mal versiegt die Lust am Mitteilungsbedürfnis nach ein paar Kapiteln. All das trifft auf das Buch „Abschiede, Aufbrüche“ von Hilde David (1926-2020) nicht zu. Rund 20 Jahre hat David an den „Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in Hamburg 1926-1949“ (so der Untertitel) gearbeitet – und es hat sich gelohnt.