Ausstellung bis Ausflug

Drinnen oder draußen – Tipps für besondere Unternehmungen

| Lesedauer: 7 Minuten
Hamburg Süd gehört zu den großen, alteingesessenen Reedereien Hamburgs und wird jetzt 150 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Maritime Museum eine Sonderschau, zu deren Exponaten auch alte Plakate wie dieses gehören.

Hamburg Süd gehört zu den großen, alteingesessenen Reedereien Hamburgs und wird jetzt 150 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Maritime Museum eine Sonderschau, zu deren Exponaten auch alte Plakate wie dieses gehören.

Foto: Hamburg-Süd

Planen Sie heute oder in den nächsten Tagen einen Ausflug in Hamburg oder ins Umland? Wir hätten da ein paar Vorschläge für Sie.

Hamburg. Haben Sie schon etwas Besonderes vor am Wochenende oder an den Tagen darauf? Falls nicht: Hier finden Sie ein paar neue Tipps aus der Abendblatt-Redaktion für drinnen und draußen – falls es nicht bei einem herbstlichen Spaziergang (oder auch mehreren) bleiben soll.

MARTINSANDACHT

„Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind“ – den Text können alle Kinder noch einmal üben für die Martinsandacht für Familien am 11. November um 17 Uhr im Michel. Einen traditionellen Martinsumzug gibt es in diesem Jahr nicht, doch Kinder und Erwachsene sind eingeladen, mit elektrischen Laternen in die Kirche zu kommen. Pastorin Julia Atze und Pater Philipp Görtz vom Kleinen Michel gestalten die Andacht, bei der auch ein kleines Martinsspiel zur Aufführung kommt. Der Posaunenchor St. Michaelis und Magne H. Draagen an der Orgel begleiten die Andacht musikalisch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

MARITIME AUSSTELLUNG

Eine neu eröffnete Sonderausstellung beleuchtet im Maritimen Museum bis zum 11. September 2022 die Geschichte der „Hamburg Süd – 150 Jahre auf den Weltmeeren“. Auf Deck 1 des Museums wird in fünf zeitlichen Abschnitten von der Gründung 1871 bis zur Gegenwart die Geschichte dieser bedeutenden Reederei dargestellt. Präsentiert werden zum Beispiel die Gründungsurkunde der Hamburg Süd, der Sondervertrag mit Kaiser Dom Pedro II. von Brasilien aus dem Jahr 1888, verschiedene historische Schiffsmodelle, welche die Entwicklung der modernen Handelsschifffahrt aufzeigen, bisher nie öffentlich gezeigte Gemälde, Plakate der unterschiedlichsten Passagierschiffsreisen aus vier Jahrzehnten, Fotoalben, Audio- und Videomaterial sowie als kleines Highlight die Geschichte der Hamburg Süd auf einem Zeitstrahl anhand von Miniaturschiffsmodellen.

BLAULICHTTAG IN ALTONA

Retten, schützen, helfen und ehrenamtlich tätig sein – unter diesem Motto steht der vierte Altonaer Blaulichttag am Sonntag, dem 7. November, zu dem das Mercado Altona gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Große Bergstraße, Media Markt und Ikea einlädt. Im Fokus steht in diesem Jahr das Ehrenamt. „Blaulichtorganisationen“, in denen sich Ehrenamtliche engagieren können, präsentieren sich in der Zeit von 13 bis 18 Uhr auf der „Blauen Meile“ vom Spritzenplatz über die Ottensener Hauptstraße, den Bahnhof Altona, die Neue Große Bergstraße bis hin zum Goetheplatz. Zu den Ausstellern zählen unter anderen die Freiwillige Feuerwehr, das DRK und der DLRG. Mit einem vielfältigen Angebot bieten die teilnehmenden Organisationen den Besuchern Einblick in ihre Arbeit – so rücken sie zum Teil mit Fahrzeugen an, darüber hinaus gibt es Infostände und Ausstellungen in den Geschäften, die Interessierte multimedial informieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Fans der TV-Serie „Notruf Hafenkante“ lohnt sich ein Besuch der Stiftung „Menschen für Menschen“ im Rahmen des Blaulichttages, denn hier kann man mit etwas Glück eine Komparsen-Rolle für die ZDF-Serie gewinnen.

INDISCHE WOCHE

Mit Ausstellungen, Theaterstücken, Filmen, Musik, Tanz und Yoga, Wirtschaftsdiskussionen und politischen Diskussionsrunden präsentiert sich Indien vom 8. bis zum 14. November zum neunten Mal auf der „India Week Hamburg“. Mehr als 70 Veranstaltungen sind geplant. statt. Am 6. November gibt es beispielsweise im Hamburg-Haus Eimsbüttel ab 11 Uhr einen Basar mit antiken indischen Kunstgegenständen zugunsten indischer Schulen (Eintritt 10 Euro). Am 7. November laden Anjan Saha und Team um 18 Uhr zu einem Konzert mit Sitar, Tabla und Tanz in die Stephanskirche Schenefeld (Eintritt ab 12 Euro). Am 8. November ist eine Podiumsdiskussion „Die deutsch-indische Partnerschaft in einer sich wandelnden Welt“ um 16 Uhr im Rathaus geplant. Einen indischen Kochkurs präsentiert das Restaurant Taj Mahal in Ahrensburg, Große Straße 15, am 9. November ab 15 Uhr, Eintritt frei. Um Ayurveda geht es bei einem Vortrag am 9. November um 15 Uhr im AWO-Landesverband Hamburg, Rothenburgs­orter Marktplatz 5, der Eintritt ist frei.

NS-UNRECHT IM FOKUS

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zeigt das künstlerisch fotografische Projekt „Luise. Archäologie eines Unrechts“ von Stefan Weger. Er befasst sich darin mit dem Schicksal des jungen polnischen Zwangsarbeiters Walerian Wróbel und der Rolle seiner Urgroßmutter Luise Martens bei dessen Verhaftung. Es geht um Nationalsozialismus und Familiengeschichte, um Vergessen und Bewusstmachung sowie die eigene Verantwortung. Der junge Pole war aus seiner Heimat zur Zwangsarbeit auf einen Hof bei Bremen verschleppt worden. Als die Scheune brannte, ließ ihn die Bäuerin Luise Walerian von der Gestapo abholen. Er wurde ins KZ Neuengamme gebracht und dort 1942 im Alter von 17 Jahren hingerichtet. Der Fotograf Stefan Weger suchte Familienfotos, erkundete das zugewachsene Gelände um den alten Bauernhof und trug Akten des Falles zusammen.

TIMMENDORF STRAHLT

Am verkaufsoffenen Sonntag, dem 7. November, bietet Timmendorfer Strand an der Ostsee ein beeindruckendes Lichterspiel, das für vorweihnachtliche Stimmung sorgen soll. Ab 18.30 Uhr werden die Lichter überall im Ortszentrum erleuchten. Dazu gibt es auf dem Timmendorfer Platz (ab 18 Uhr) Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch sowie Würstchchen. Bis Mitte Februar 2022 sollen mehr als 150.000 Lichter in Timmendorfer Strand leuchten.

HARBURGER KULTURTAG

Am 18. Harburger Kulturtag können sich Besucher des Archäologischen Museums Hamburg auf ein exklusiv für diesen Tag zusammengestelltes Programm freuen: In der Sonderausstellung „Orte jüdischen Lebens in Harburg“ haben sie die Möglichkeit, jüdischer Geschichte zu begegnen und das Leben jüdischer Menschen in Harburg näher kennenzulernen. Aber auch archäologisch kann Harburg entdeckt werden: Ein Mitmachprogramm für große und kleine Besucher bietet Führungen und eine Rätsel-Rallye, bei der die Lebenswelt der frühen Harburger erforscht werden kann. Am Sonntag, dem 7. November, präsentieren sich zwischen 12 und 20 Uhr alle wichtigen Harburger Kultureinrichtungen – darunter zum Beispiel der Kunstverein Harburger Bahnhof, die TU Hamburg, das Harburger Theater und natürlich das Archäologische Museum Hamburg.

KLETTERN IM HOCHSEILGARTEN

Vielleicht nicht so elegant wie Tarzan, dafür aber gut gesichert bewegen sich Besucher des Kletterparks Hamburg-Sachsenwald von Baum zu Baum fort. Sechs Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen für das Kletterabenteuer in frischer Waldluft zur Auswahl. Besucher arbeiten sich von Station zu Station vor und überwinden Hindernisse wie Hängebrücken, Seilbahnen, „schwebende“ Stufen oder eine Art Skateboard, das auf Seilen fährt. Ein Gewöhnungsparcour für Neueinsteiger befindet sich etwa 1,50 Meter über dem Boden und ist bereits für Kinder ab vier Jahren geeignet. So wird der Kletterwald auch für Familien zu einem Naturerlebnis. Besonderen Nervenkitzel für alle Mutigen verspricht die Freifall-Anlage in 13 Meter Höhe. Zugangsvoraussetzung für die schwereren Parcours auf neun Meter Höhe ist eine Mindestkörpergröße von 1,40 Metern. Gut zu wissen: Alle Kletterer sind durch ein umlaufendes Seilsystem zu jeder Zeit gesichert.

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