Geflügelpest

Vogelgrippe greift um sich – Hamburg reagiert

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Vogelgrippe ist in Norddeutschland auf dem Vormarsch. Jetzt verstärkt Hamburg die Vorsichtsmaßnahmen.

Die Vogelgrippe ist in Norddeutschland auf dem Vormarsch. Jetzt verstärkt Hamburg die Vorsichtsmaßnahmen.

Foto: Felix Kästle / dpa

Die Fälle der Geflügelpest im Norden häufen sich. Wie Menschen handeln sollten, die ein Tier tot auffinden.

Hamburg. Die zunehmende Verbreitung der Vogelgrippe in Norddeutschland hat Hamburg zum Handeln veranlasst. Zwar sei bislang in der Stadt noch kein aktueller Fall nachgewiesen worden. Trotzdem gelte zum Schutz der Geflügelbestände von Sonnabend an eine Stallpflicht. Das teilte die Verbraucherschutzbehörde am Donnerstagnachmittag mit.

Die Maßnahme gelte für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Sie solle verhindern, dass die Geflügelpest weiter um sich greift. Nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, auch Hobbyhaltungen sind betroffen. Verstöße würden mit Bußgeldern geahndet.

Wer Geflügel hält, solle strikt alle Biosicherheitsmaßnahmen beachten. So sollten vor Betreten der Stallungen die Schuhe gewechselt werden und Futter vor einfliegenden Vögeln geschützt werden.

Vogelgrippe wird oft durch Zugvögel eingeschleppt

Zudem ist die Jagd auf Wasservögel vorübergehend einzuschränken, um die Tiere nicht aufzuscheuchen und so die mögliche Verbreitung der Seuche zu befördern. Wer in Kontakt mit Wildvögeln gekommen sei, solle Geflügelhaltungen in den folgenden 48 Stunden nicht betreten.

Die Vogelgrippe, fachsprachlich aviäre Influenza, ist hochansteckend. Sollten Tiere infiziert sein, muss der gesamte betroffene Bestand getötet werden. In Einzelfällen kann die Krankheit auch auf andere Spezies übergreifen. Vom Spätherbst an wird sie häufig durch Zugvögel eingeschleppt.

Vogelgrippe: Was beim Fund toter Tiere zu beachten ist

Wer vielen toten Vögeln an einem Ort begegne oder größere Tiere wie Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel tot auffinde, möge dies unter der Hotline 040 42837-2200 melden. Die Tiere würden dann eingesammelt und untersucht.

Keine Gefahr bestehe dagegen bei toten Kleinvögeln wie Spatzen oder Amseln. Aus hygienischen Gründen sollten auch sie aber nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Fragen und Antworten zur Vogelgrippe hat die Stadt auf dieser Seite zusammengefasst.

Vor einem Jahr waren vorsorglich auch die Alsterschwäne auf ein abgeriegeltes Gelände gebracht worden, auch wenn sie als Wildtiere von der Stallpflicht ausgenommen sind.

( leo )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg