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Zwei Tore reichen nicht: Dresden fliegt gegen St. Pauli raus

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dpa
Dresdens Torwart Kevin Broll blickt dem Ball zum 1:2 hinterher.

Dresdens Torwart Kevin Broll blickt dem Ball zum 1:2 hinterher.

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Eine kämpferischen Leistung und zwei Tore reichen für Dynamo Dresden nicht, um in die 3. Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Letztlich entscheidet die individuelle Klasse des FC St. Pauli die Partie.

Dresden. Bitteres Aus im DFB-Pokal für Dynamo Dresden. Der Fußball-Zweitligist hat trotz einer tollen kämpferischen Leistung und zweier Tore durch Christoph Daferner (66.) und Philipp Ziereis (73./Eigentor) gegen den FC St. Pauli den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Denn Christopher Buchtmann erzielte in der 101. Minute das entscheide Tor zum 2:3 für den Ligakonkurrenten und Zweitliga-Tabellenführer. Nach 90 packenden Minuten stand es vor 16 000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion 2:2 (0:0). Leart Pacarada (63. Minute) und Maximilian Dittgen (72.) brachten die Hamburger dabei zweimal in Führung.

"Wir haben einen großen Pokalfight gesehen, in dem wir zweimal nach Rückstand zurückkommen und den Spitzenreiter an den Rand einer Niederlage bringen. Klar, dass wir jetzt enttäuscht sind", ärgerte sich Abwehrspieler Chris Löwe nach der kräftezehrenden Partie.

Beide Teams standen sich erst Anfang Oktober im Ligabetrieb gegenüber. Und Dresden hatte seine Schlüsse aus der fast noch schmeichelhaften 0:3-Niederlage gezogen. Denn St. Pauli kam im ersten Durchgang nur selten zur Entfaltung. Einzig ein Schuss aus 17 Metern von Guido Burgstaller zwang Dynamo-Torwart Kevin Broll zum Eingreifen.

Doch auch die Gastgeber taten sich gegen die gut gestaffelte Hamburger Abwehr schwer. Lediglich zwei Distanzschüsse von Heinz Mörschel (21.) und Michael Akoto (31.) sorgten für so etwas ähnliches, wie Torgefahr. Beide Schüsse gingen am Tor vorbei.

Erst nach dem Halbzeitpfiff ging es erstmals wirklich heiß her, als Dresdens Luca Herrmann und St. Paulis Daniel Kofi Kyereh aneinandergerieten und eine Rudelbildung auslösten. Beide Streithähne erhielten von Schiedsrichter Sven Waschitzki daraufhin eine Gelben Karte.

Im zweiten Durchgang wurde auch die Partie intensiver. Nach etwas mehr als einer Stunde ging es Schlag auf Schlag. Denn der Zweitliga-Tabellenführer aus Hamburg ging gleich zweimal in der 63. und 72. Minute durch Pacarada und Dittgen in Führung. Doch Dresden glich beide Male nur wenige Minuten in Person von Christoph Daferner (66.) und durch ein Eigentor von Ziereis (73.) aus.

Anschließend hätten beide Teams kurz vor dem Abpfiff der regulären Spielzeit die Partie entscheiden können. "Grundsätzlich steht es nach 90 Minuten gegen den Spitzenreiter der 2. Liga noch 2:2. Natürlich wissen wir, dass wir eine ordentliche Leistung gebracht haben. Aber das müssen wir langsam in Ergebnisse ummünzen", forderte Löwe.

Dass es für Dynamo in der Verlängerung nicht reichte, lag am eingewechselten Buchtmann. St. Paulis Mittelfeldspieler nutzte die Unordnung in der Dresdner Hintermannschaft und schob zum umjubelten Siegtreffer ein.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-762967/4

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