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Ärger um Hamburger Buslinie – Fahrgäste klagen über Odyssee

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HVV: Die Buslinie, die quer durch Hamburg führt, endete in der vergangenen Woche mehrfach bereits an den Haltestellen Hudtwalckerstraße (Archivbild).

HVV: Die Buslinie, die quer durch Hamburg führt, endete in der vergangenen Woche mehrfach bereits an den Haltestellen Hudtwalckerstraße (Archivbild).

Foto: IMAGO / Jürgen Ritter

Die laut Hochbahn „sehr attraktive Linie" führt quer durch die Stadt. Doch seit einigen Tagen hält der Bus nicht an allen Stationen.

Hamburg. Busärger in Hamburg: Fahrgäste der XpressBuslinie X22 müssen seit einigen Tagen viel Glück haben, wenn sie ungehindert an ihr Fahrziel kommen wollen. Denn die Buslinie, die von der U-Bahnstation Hagenbecks Tierpark bis Jenfeld Zentrum führt, endete in der vergangenen Woche mehrfach bereits an den Haltestelle Hudtwalckerstraße oder an der Ersatzhaltestelle Kellinghusenstraße – und das gleich über mehrere Stunden am Tag, nämlich zwischen 15 und 20 Uhr.

Als Grund wurden den Passagieren Staus oder hohes Verkehrsaufkommen genannt. Die Buslinie 22, die nach Angaben der Hochbahn ebenfalls bis Hagenbecks Tierpark verkehrt – allerdings mit wesentlich mehr Haltestellen – ist keine echte Alternative, weil auch diese Busse im Stau stecken bleiben.

HVV: Hamburger Buslinie beendet Route seit Tagen vorzeitig

Daniel A. fährt die Strecke wochentags morgens und abends. Morgens gegen 8 Uhr verliefen die Fahrten bislang immer problemlos, aber abends, wenn er zwischen 18.30 und 19.30 Uhr auf dem Rückweg ist, musste er nun schon mehrfach umdisponieren, weil der X22 seine Route vorzeitig beendete.

„Am Winterhuder Marktplatz sieht man immer dann schon die ganzen Rücklichter der Autos, die Richtung Ludolfstraße stehen“, sagt der langjährige HVV-Kunde. Um an sein Ziel zu kommen, geht er dann zur Haltestelle Hudtwalckerstraße und steigt in die U1. An der Kellinghusenstraße steigt er in die U3 um und dann am Schlump in die U2. Eine gefühlte Odyssee und sehr zeitraubend.

Bus-Probleme: Ende der Ferien könnten ein Grund sein

Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum bedauert die Unannehmlichkeiten an dieser „sehr attraktiven Linie, die quer durch die Stadt führt“. Dass man solche langlaufenden Linien manchmal kappe, liege daran, dass man sonst Verspätungen bis zu 30 Minuten und mehr aufbaue – niemand erreiche dann mehr Anschlussmöglichkeiten.

Es habe aber auch mit den Ruhe- und Lenkzeiten der Fahrer zu tun. „Wir hatten das in der letzten Woche gehäuft“, räumt Kreienbaum ein. Möglicherweise hätten die Probleme mit dem Ende der Herbstferien zu tun, „nach den Ferien ist es immer voller in der Stadt“.

Von anderen XpressBussen im Stadtgebiet seien keine Auffälligkeiten bekannt. Man behalte die Linie X22 aber weiter genau im Blick, so Kreienbaum.

( jes )

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