Grenzwert-Überschreitung

Trinkwasser: Hamburg Wasser liefert neue Messergebnisse

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Nach einer Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch waren die Grenzwerte für Nitrit und Ammonium im Hamburger Trinkwasser überschritten (Symbolbild).

Nach einer Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch waren die Grenzwerte für Nitrit und Ammonium im Hamburger Trinkwasser überschritten (Symbolbild).

Foto: IMAGO / Westend61

Eine Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch hatte Anfang Oktober zu erhöhten Nitrit- und Ammoniumwerten im Norden geführt.

Hamburg Wasser gibt eine leichte Entwarnung: Nach einer Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch, das Teile Hamburgs und Schleswig-Holsteins mit Trinkwasser beliefert, hatte der Betreiber Anfang Oktober erhöhte Nitrit- und Ammonium-Werte gemeldet.

"Die beiden Werte nähern sich langsam wieder dem Normbereich an", heißt es einer aktuellen Mitteilung. So maß Hamburg Wasser am Dienstag einen Wert von 0,19 Milligramm pro Liter (mg/l) für Nitrit und 0,83 mg/l für Ammonium. Einen Tag nach der Störung am 7. Oktober hatten die Werte mit 0,7 mg/l für Nitrit und 1,9 mg/l für Ammonium deutlich höher gelegen.

Hamburg: Trinkwasser-Grenzwerte noch immer überschritten

Demnach sinken die Werte zwar, sie erreichen aber noch nicht an allen Stellen im Netz den Grenzwert laut deutscher Trinkwasserverordnung. Dieser liegt bei 0,1 mg/l (Nitrit) und 0,5 mg/l (Ammonium). Für Nitrit gilt im Rohrnetz ein abweichender Grenzwert von 0,5 mg/l.

Betroffen von den erhöhten Werten sind die Stadtteile Rissen, Sülldorf, Iserbrook im Hamburger Westen und die Stadt Schenefeld im Nordwesten Hamburgs. Außerdem die Gemeinden Wedel, Tornesch und Uetersen sowie die Orte Heidgraben, Ellerhoop, Seestermühe, Neuendeich, Seester, Groß-Nordende, Haselau, Haseldorf, Heist, Hetlingen, Holm und Moorrege.

Trinkwasser: Erhöhte Werte sind gesundheitlich unbedenklich

Die Störung im Wasserwerk Haseldorfer Marsch war aufgetreten, nachdem ein Anlagenelement ausgetauscht worden ist. Dabei sei es zu einer vorübergehenden Änderung des pH-Werts gekommen, der wiederum zu erhöhten Werten bei Nitrit und Ammonium führte.

Vereinzelt gab es auch Geruchsveränderungen des Trinkwassers. Einige Verbraucher klagten beispielsweise über einen chlorigen und leicht fauligen Geruch. Laut Betreiber Hamburg Wasser waren und sind die gemessenen Werte für den Menschen jedoch gesundheitlich unproblematisch.

Besitzern von Teichen und Aquarien wurde allerdings davon abgeraten, das Wasser zu verwenden, da Wasserpflanzen und Fische besonders sensibel auf den erhöhten Ammoniumgehalt reagierten.

( cjl )

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