Bauarbeiten

Hamburg bohrt neuen Elbtunnel – für 180.000 Haushalte

Die Hamburg Wärme GmbH hat die Baugenehmigung für den Fußgänger- und Leitungstunnel unter der Elbe bekommen (Symbolbild).

Die Hamburg Wärme GmbH hat die Baugenehmigung für den Fußgänger- und Leitungstunnel unter der Elbe bekommen (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Der Tunnel soll Fernwärmeleitungen nach Flottbek und Othmarschen bringen. Wann die Erdarbeiten starten und wo gegraben wird.

Hamburg bekommt einen neuen Elbtunnel. Die Hamburg Wärme GmbH hat die Baugenehmigung für den Fußgänger- und Leitungstunnel bekommen. Er soll zehn Meter unter der Fahrrinne Fernwärmeleitungen (Vor- und Rücklauf) vom Hafen nach Flottbek und Othmarschen bringen und bei einem Durchmesser von vier Metern neben den Leitungen auch Platz für Mechaniker bieten. Sie können dann unter Tage neben den Leitungen herlaufen und problemlos Wartungen vornehmen. Noch in diesem Jahr sollen in Othmarschen vorbereitende Maßnahmen, im Frühjahr 2022 die Erdarbeiten starten.

Dafür muss zunächst im Hindenburgpark, dann in Groß Flottbeker Straße, Parkstraße und Elbchaussee, an der Kreuzung Osdorfer Weg und in der Nottkestraße 2 Meter tief gegraben werden, um die Leitungen zu versenken. Das wird vielfach zu einer einspurigen Verkehrsführung führen. Am Elbstrand entsteht dann der Startschacht für die Schildvortriebsbohrung unter der Elbe hindurch. 2024 soll alles fertig sein.

Hamburgs neuer Elbtunnel: Baupläne sind einsehbar

Derzeit liegen die Unterlagen der Baugenehmigung (Planfeststellungsbeschluss) in der Umweltbehörde sowie den Bezirksämtern Mitte und Altona aus, wo sie nach Voranmeldung bis zum 2. November eingesehen werden können. Die Behörde stellt die Pläne auch ins Netz. Der Hindenburgpark soll während der gesamten Bauzeit genutzt werden. Er werde aber wieder hergerichtet und hinterher besser aussehen als vorher, verspricht Hamburg Wärme.

Die neue Leitung soll Abwärme aus Produktionsanlagen im Hafen, die bisher ungenutzt verpufft, für Fernwärme speichern und in Othmarschen und Flottbek ins Netz einspeisen. So sollen 180.000 Haushalte versorgt und die Abschaltung des Kohlekraftwerks Wedel 2025 möglich werden.

( axö )

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