Flughafen Hamburg

Drohnenjäger: So sorgt "Falke" für Sicherheit am Airport

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Die Drohnenjäger vom Flughafen Hamburg

Die Drohnenjäger vom Flughafen Hamburg

Mit dem Projekt "Falke" sollen private Drohnen, die illegal in den Luftraum des Airports eindringen, abgefangen werden.

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Private Drohnen lösen immer wieder Sperrungen an Flughäfen aus. "Falke" soll den Luftraum freihalten. Die Abfangdrohne im Video.

Hamburg. Seit 2015 hat die Deutsche Flugsicherung mehr als 500-mal Drohnen in der Nähe von Flughäfen in der Bundesrepublik gesichtet. Dann wird der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Eine ärgerliche Betriebsstörung für Passagiere, Fluggesellschaften und die Airports – mit zeitlichem Mehraufwand und erhöhten Kosten.

Um das zu verhindern, fand in dieser Woche an mehreren Tagen am Flughafen Hamburg der Feldversuch „Falke“ statt. Der Projektname steht für „Fähigkeit des Abfangens von in gesperrte Lufträume eindringenden Kleinfluggeräten durch zivile Einsatzmittel“.

Flughafen Hamburg: Drohne als Abfangjäger

Auf einem Video der Projektgruppe ist zu sehen, wie eine Drohne eine andere Drohne mit einem Netz fängt und somit die Gefahr beseitigt. Bei der Jagd soll die Drohne auch auf Künstliche Intelligenz zurückgreifen.

„Der Feldversuch hat gezeigt, dass wir hierbei auf einem guten Weg zur Entwicklung eines marktreifen Produkts sind“, sagte Professor Gerd Scholl, der an Helmut-Schmidt-Universität lehrt und das Konsortium leitet. Als Partner fungieren neben der Flugsicherung und dem Hamburger Flughafen die Bundespolizei, Lufthansa sowie die Firmen Frequentis Comsoft, Hensoldt Avionics und Hensoldt Sensors.

Drohnenjäger werden mit 2,1 Millionen Euro unterstützt

Die wesentliche Aufgabe sei es gewesen, Datenschnittstellen und Datenprotokolle zu definieren, zu realisieren und zu standardisieren, sagte Scholl. So sollen unterschiedliche Teilsysteme, beispielsweise Luftverkehrslagedaten vom Radar der Flugsicherung, Verifikationssysteme und Abwehrsysteme der verschiedenen beteiligen Partner, am Flughafen miteinander gekoppelt werden können.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erläutert, warum der Bund das Vorhaben mit 2,1 Millionen Euro unterstützt: „Ziel des Förderprojekts: Die Technik soll künftig bundesweit als Blaupause zur Abwehr von Drohnen an Flughäfen eingesetzt werden.“ Das Projekt Falke schütze Flughäfen wirksam vor illegal operierenden Drohnen, so der Minister.

( woh )

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