Historisches Schiff

Dampfschiff „Schaarhörn“: neuer Kessel nach 113 Jahren

Das Dampfschiff „Schaarhörn“ wurde 1908 gebaut.

Das Dampfschiff „Schaarhörn“ wurde 1908 gebaut.

Foto: Lothar Nissle

Die Erneuerung wird ein schwieriges Unterfangen, da der Zweischrauben-Dampfer unter Denkmalschutz steht. Unterstützer gesucht.

Hamburg.  Die „Schaarhörn“ wurde eigentlich gebaut, um Kaiser Wilhelm II. durch den Hamburger Hafen zu schippern. Doch dazu kam es nie. Der luxuriöse, schnelle Zweischrauben-Dampfer wurde von Cuxhaven aus zur Seevermessung im Elbmündungsbereich eingesetzt, landete in den 1970er-Jahren als Wrack in Schottland und wurde zwei Jahrzehnte später nach Hamburg zurückgeholt und dort restauriert.

Seinerzeit galt die technische Ausstattung des Schiffes, das der Stiftung Hamburg Maritim gehört und vom Verein „Freunde des Dampfschiffs Schaarhörn“ betrieben und verchartert wird, als hochmodern. Doch nach 113 Betriebsjahren muss jetzt der Kessel ersetzt werden. Da die „Schaarhörn“ unter Denkmalschutz steht, wird das ein umfangreiches Vorhaben, denn der alte Kessel soll originalgetreu nachgebaut werden.

Unterstützung für Arbeiten an „Schaarhörn“ gesucht

„Dafür muss das Schiff stillgelegt werden und wird voraussichtlich erst 2023 in Fahrt kommen“, sagt die Vereinsvorsitzende Herta Kornetzky. Verein und Stiftung wollen jetzt die notwendigen Schritte für die Finanzierung und Projektierung einleiten. Doch mit einem neuen Kessel ist es nicht getan. Um sicherzustellen, dass die „Schaarhörn“ auch in den nächsten Jahrzehnten weiter im Einsatz sein kann, suche der Verein „händeringend“ nach qualifizierter Unterstützung für alle Arbeitsbereiche, speziell aber für Maschine und Kessel.

„Die Begleitung der Kesselerneuerung wäre ein idealer Einstieg“, so Kornetzky. Maschinisten und Maschinenbauingenieure, die vielleicht sogar selber zur See gefahren sind und Lust haben, sich ehrenamtlich zu betätigen, können sich unter herta.kornetzky@t-online.de bei ihr melden.

( fru )

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