Kirche St. Joseph Wandsbek

Kirchentüren beschmutzt – Flüssigkeit reagiert mit Kupfer

Die Türen der St. Joseph Kirche in Hamburg-Wandsbek sind noch immer beschädigt (Symbolbild).

Die Türen der St. Joseph Kirche in Hamburg-Wandsbek sind noch immer beschädigt (Symbolbild).

Foto: Oliver Mehlis / Picture Alliance

Eine 55-Jährige bespritzte die Türen der Kirche St. Joseph in Wandsbek. Zum Prozess erschien sie nicht: Es wurde Strafbefehl erlassen.

Wandsbek. Was mag die Frau sich dabei gedacht haben? An einer Kirche, einem heiligen Ort, wo gebetet und Andacht gehalten wird, soll sie Straftaten begangen haben. Nun wirft die Staatsanwaltschaft Anja R. Sachbeschädigung in zwei Fällen vor.

Laut Anklage spritzte die 55-Jährige am 14. Januar sowie am 2. Februar vergangenen Jahres jeweils um kurz nach Mitternacht eine unbekannte Flüssigkeit auf die Kupfertüren der Kirche der Pfarrgemeinde St. Joseph in Wandsbek. Die Flüssigkeit habe mit den Kirchentüren reagiert, heißt es weiter, wodurch ein Sachschaden in Höhe von rund 21.000 Euro entstand. Noch heute ist bei den Türen der Kirche die Beschädigung sichtbar.

Beschmutzte Kirchentüren: Angeklagte muss 1350 Euro zahlen

Eigentlich kann es für Anja R. nicht überraschend kommen, dass sie als Täterin ins Visier genommen wurde. Im Umfeld der Kirche weisen mehrere Schilder darauf hin, dass Kameras installiert sind. Nun sollte der Fall vor dem Amtsgericht Wandsbek verhandelt werden. Doch die Angeklagte erschien trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht zum Prozess.

Daraufhin beantragte der Vertreter der Hamburger Staatsanwalt einen Strafbefehl, den die Amtsrichterin schließlich auch erließ. Demnach muss Anja R. wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 15 Euro bezahlen, insgesamt also 1350 Euro. Gegen diese Entscheidung, die ohne Hauptverhandlung und schriftlich erfolgt, kann die 55-Jährige binnen einer Woche Einspruch einlegen. Tut sie das nicht, wird das Urteil rechtskräftig.

( bem )

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