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A7-Vollsperrung nach Stau-Wochenende wieder aufgehoben

| Lesedauer: 14 Minuten
Die A7 wurde am Wochenende für den Einbau eines lärmmindernden Asphalts gesperrt. Das führte zu Stau und stockendem Verkehr in Hamburg (Archivbild).

Die A7 wurde am Wochenende für den Einbau eines lärmmindernden Asphalts gesperrt. Das führte zu Stau und stockendem Verkehr in Hamburg (Archivbild).

Foto: picture alliance/dpa

Angespannte Verkehrssituation auf A7, A1 und A23. S-Bahn weiterhin von Bahnstreik betroffen. Alle Infos im Blog.

Hamburg. Angespannte Verkehrssituation am vergangenen Wochenende in Hamburg: Schon vor der 55 Stunden langen Vollsperrung der A7 hatten Hamburgs Autofahrer am Freitag mit vielen Staus auf den Autobahnen und in der Stadt zu kämpfen. Am Sonnabend und Sonntag entstanden Staus auf der A7, der A23 und auf den Umleitungsstrecken. Seit dem frühen Montagmorgen ist die Vollsperrung wieder aufgehoben.

Der weiter andauernde Bahnstreik tut ein Übriges. Experten hatten für das Wochenende eine "echte Katastrophe" erwartet, diese blieb jedoch aus. Zum Streik der Lokführer und der A7-Vollsperrung kam außerdem der erste verkaufsoffene Sonntag ohne die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung. Und der HVV feierte den ersten von vier Tagen, an denen alle Busse, Fähren, U- und S-Bahn kostenfrei benutzen dürfen.

Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zum Verkehr in Hamburg:

Bahnstreik: Weiterhin Zugausfälle zum Wochenbeginn

Der fünfte Streiktag in Folge bei der Bahn ist am Montag gestartet und Reisende in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich weiterhin auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft GDL setze ihren Streik unvermindert fort, hieß es. „Die Situation ist unverändert, der Ersatzfahrplan ist erneut wie geplant angelaufen“, sagte eine Bahnsprecherin am Morgen.

Die zum Wochenende hin erhöhten Kapazitäten im Fernverkehr auf etwa 30 Prozent können demnach auch in der neuen Woche aufrechterhalten werden. Im Regionalverkehr rechnet die Deutsche Bahn damit, dass durchschnittlich etwa 40 Prozent der Fahrten stattfinden. So fahren in Schleswig-Holstein und Hamburg beispielsweise weiterhin auf der Strecke zwischen Flensburg beziehungsweise Kiel und Hamburg Züge des RE 7/RE 70 im Zweistundentakt, zwischen Hamburg und Lübeck soll der RE 8 stündlich unterwegs sein.

Auch der S-Bahn-Verkehr in Hamburg ist von den Streiks betroffen und stark ausgedünnt. Die Linien S31, S2 und S11 fallen aus. Die Linien S1, S21 und S3 sollen im Innenstadtbereich im 20-Minuten-Takt verkehren.

A7-Vollsperrung aufgehoben: Verkehr rollt wieder

Nach der Vollsperrung wegen Bauarbeiten auf der A7 im Nordwesten Hamburgs ist die Fahrbahn am frühen Montagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Der Einbau eines lärmmindernden Asphalts zwischen dem Lärmschutztunnel in Stellingen und dem Dreieck Hamburg-Nordwest sei erfolgreich verlaufen, teilte die Autobahn GmbH Nord mit.

Am Wochenende kam es aufgrund der Sperrung zu Verkehrseinschränkungen rund um Hamburg. Insbesondere auf den eingerichteten Umleitungsstrecken staute sich der Verkehr. Auch wenn an beiden Tagen viel los gewesen sei, habe nicht das Chaos geherrscht, das zuvor befürchtet worden war, sagte Karina Fischer von der Autobahn GmbH Nord.

Lage auf der A1 entspannt sich langsam

Um 16.30 Uhr haben sich die Staus auf der A1 schon deulich zurückgebildetet, so die Verkehrsleitzentrale. Zischen Maschen und dem Kreuz Ost staut sich der Verkehr noch auf 12 Kilometern (13 Uhr:), in der Gegenrichtung noch auf sieben Kilometern (13 Uhr: 13). Auf der A7 selbst gibt es nur leichte Staus in beiden Richtungen. Größere Staus gibt es auf den Ausweichstrecken in Eidelstedt und Stellingen .

Verkehr in Hamburg: Staus und stockender Verkehr wegen A7-Vollsperrung

Erste Staus und stockender Verkehr auf den Ausweichstrecken rund um die A7-Vollsperrung meldete die Verkehrsleitzentrale am Sonntagmittag gegen 12 Uhr. Auf der A7 selbst staue es sich in Richtung Süden derzeit zwischen den Anschlussstellen Schnelsen-Nord und dem Dreieck Nord-West. Zwischen Bahrenfeld und der Abfahrt Volkspark staue es sich auf etwa einem Kilometer.

Umleitungsstrecken wie etwa die B4 sind nach Angaben der Sprecherin bereits gut frequentiert. Auch auf der A23 bildete sich zwischen Krupunder und Eidelstedt ein zwei Kilometer langer Stau. Als Ausweichstrecke ebenfalls von der A7-Vollsperrung betroffen ist die A1: Am Mittag stockte der Verkehr bereits auf zehn Kilometern zwischen Maschener Kreuz und dem Autobahndreieck Norderelbe. Auch in der Gegenrichtung staute es sich gegen 12 Uhr bereits auf 13 Kilometern zwischen dem Kreuz Hamburg-Ost und Stillhorn.

A7-Vollsperrung: Verkehrslage in Hamburg am Morgen ruhig

Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr ist die Verkehrslage in Hamburg noch entspannt, teilte die Verkehrsleitzentrale auf Abendblatt-Nachfrage mit. Die A7-Vollsperrung bestehe weiterhin, auf den Umleitungsstrecken fließe der Verkehr jedoch derzeit noch ohne besondere Vorkommnisse.

Hamburg: S-Bahn weiterhin von Bahnstreik betroffen

Fahrgäste in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen auch vierten Streiktag der Lokführergewerkschaft GDL mit Einschränkungen im Bahnverkehr rechnen. „Es gibt keine großen Veränderungen im Vergleich zum Samstag“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen. Demnach sei der Ersatzfahrplan erneut wie geplant angelaufen.

Die Bahn rät, Reisen möglichst zu verschieben und sich bei zwingenden Reisen auch kurzfristig vor Abfahrt über das Zugangebot zu informieren. Dieses wurde für das Wochenende im Fernverkehr auf 30 Prozent erhöht. Zuvor verkehrte seit Streikbeginn nur jeder vierte Zug. Bei der Hamburger S-Bahn etwa fallen die Linien S31, S2 und S11 aus, die Linien S1, S21 und S3 verkehren im Innenstadtbereich im 20-Minuten-Takt.

A7-Vollsperrung: Lage auf Autobahnen entspannt sich etwas

Gegen 19 Uhr entspannte sich die Lage auf den Autobahnen am Sonnabend etwas. Der Stau auf der A7 betrug laut Verkehrsleitzentrale zwischen Schnelsen-Nord und dem Dreieck Nordwest noch drei Kilometer. Auf der A23 stockte der Verkehr Richtung Süden zwischne Halstenbek Krupunder und dem Dreieck Nordwest auf zwei Kiliometer Länge. Stark belastet waren zudem die städtischen Ausweichweichstrecken zwischen Kieler Straße und Eidelstedter Platz.

Lange Staus auf den Autobahnen

Um 16 Uhr staute sich der Verkehr auf den Autobahnen rund um Hamburg. Laut der Hamburger Verkehrsleitzentrale staute sich der Verkehr auf der A7 Richtung Süden zwischen dem Dreieck Nordwest und Quickborn auf sechs Kilometern und auf der A23 Richtung Süden zwischen Eidelstedt und Dreieck Nordwest auf zwei Kilometern. Richtung Norden reicht der Stau von Waltershof bis Bahrenfeld. Auf den Ausweichstrecken Richtung Norden, insbesondere in den Bereichen Eidelstedt und Stellingen kommt es zu Staus und stockendem Verkehr.

Auch auf der A1 müssen Autofahrer viel Geduld mitbringen. Richtung Norden staut sich der Verkehr zwischen Maschen und dem Dreiecke Norderelbe auf einer Länge von zwölf Kilometern, Richtung Süden von Öjendorf bis Stillhorn auf elf Kilometern.

Wegen Verkehrschaos: Reinhold Beckmann radelt durch Hamburg

"Irgendwie muss man an diesem Verkehrschaos-Wochenende in HH ja ins Studio kommen ...", schreibt Moderator Reinhold Beckmann am Sonnabend unter einem Instagram-Foto, das den Hamburger gemeinsam mit einem Kollegen, Gitarrenrucksäcken und Fahrrädern von hinten zeigt. Von Ottensen ging es in Richtung der Veddel-Insel Peute. Dort wolle Beckmann "die deutschen Fassungen von ‚Clay Pigeons‘ (Blaze Foley) und ‚How much Tequila did I drink last night‘ (Steve Goodman) fürs John Prine Projekt einspielen".

Hamburg: Verkehrslage in Hamburg bis zum Mittag entspannt

Trotz der Vollsperrung auf der Autobahn 7 und des Streiks bei der Bahn ist zu Beginn des Wochenendes ein Verkehrschaos rund um Hamburg ausgeblieben. „Die Lage an den Bahnhöfen im Norden ist ruhig“, sagte ein Bahnsprecher am Sonnabendmittag. Die Menschen hätten sich am dritten Streiktag auf die Situation eingestellt. Lediglich im Reisezentrum der Bahn herrsche ein leicht erhöhter Kundenandrang. Der Ersatzfahrplan laufe planmäßig, hieß es.

Die Sperrung der Autobahn 7 im Nordwesten Hamburgs hatte bereits am Sonnabendmorgen nur leichte Auswirkungen. An der Anschlussstelle Stellingen kam es zu stockendem Verkehr, berichtete Karina Fischer von der Autobahn GmbH Nord. Im Laufe des Vormittags stockte der Verkehr auch auf der Umleitungsstrecke zwischen Volkspark und Eidelstedt. „Zum Mittag hatte ich eigentlich mit mehr Problemen gerechnet, das große Chaos bleibt aber bisher aus“, sagte Fischer. Auch die Hamburger Polizei meldete eine entspannte Verkehrslage. Die Menschen seien vorbereitet und gewarnt gewesen und daher gut auf die Situation eingestellt, sagte ein Sprecher.

A7-Vollsperrung: Erste Staus auf Autobahnen und Umleitungsstrecken

Die A7-Vollsperrung in Hamburg führt am Sonnabendvormittag zu ersten Staus: Gegen 10.45 Uhr war davon besonders die A7 von Norden in Richtung Süden ab der Anschlussstelle Schnelsen-Nord betroffen. Dort staute es sich bereits auf etwa vier Kilometern, teilte die Verkehrsleitzentrale mit. Auch auf der A23 bilde sich ab Halstenbek-Krupunder bereits auf zwei Kilometern Länge Stau.

Darüber hinaus sind insbesondere die ausgeschilderten Umleitungen im Bereich Volkspark von erhöhtem Verkehrsaufkommen betroffen. Autofahrer sollten das Gebiet rund um die Kieler Straße und den Sportplatzring weiträumig umfahren.

A7-Vollsperrung gestartet: Behinderungen in Hamburg erwartet

Die Sperrung der A7 im Nordwesten Hamburgs hat am Sonnabendmorgen erste leichte Auswirkungen auf den Verkehr gehabt. An der Anschlussstelle Stellingen kam es zu stockendem Verkehr, es sei allerdings noch nicht gravierend, sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH Nord am Morgen. Im Laufe des Tages werde demnach allerdings mit mehr Verkehr und auch mit größeren Einschränkungen und Staus gerechnet. Wer nicht zwingend mit dem Auto fahren müsse, solle daher auf Alternativen ausweichen.

Dritter Streiktag bei der Bahn: Kunden sollen Reisen verschieben

Fahrgäste der Bahn in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen zum ersten Mal in dieser Tarifrunde auch am Wochenende mit einem Streik umgehen. Die Lokführergewerkschaft GDL setzt den Arbeitskampf am Sonnabend unvermindert fort. Am Freitag war die Bahn damit gescheitert, gerichtlich einen Abbruch zu erzwingen. Die Bahn rät, Reisen möglichst zu verschieben und sich bei zwingenden Reisen auch kurzfristig vor Abfahrt über das Zugangebot zu informieren. Dieses wurde für das Wochenende im Fernverkehr auf 30 Prozent erhöht. Bisher verkehrte seit Streikbeginn nur jeder vierte Zug.

Im Regional- und S-Bahnverkehr fahren bundesweit rund 40 Prozent der Züge, allerdings mit regionalen Abweichungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonnabendmorgen. In Schleswig-Holstein und Hamburg verkehren so beispielsweise auf der Strecke zwischen Flensburg beziehungsweise Kiel und Hamburg Züge des RE 7/RE 70 im Zweistundentakt, zwischen Hamburg und Lübeck soll der RE 8 stündlich unterwegs sein.

Sylt-Shuttle nicht von Bahnstreik betroffen

Der Sylt-Shuttle ist laut der Deutschen Bahn wieder nicht von Streikmaßnahmen betroffen, hier wird der Regelfahrplan gefahren. Zwischen Westerland (Sylt) und Niebüll wird überwiegend ein Zweistundentakt mit einer Verdichtung zu den Hauptverkehrszeiten angeboten. Bei der Hamburger S-Bahn fallen die Linien S31, S2 und S11 aus, die Linien S1, S21 und S3 verkehren im 20-Minuten-Takt.

Verkehr in Hamburg: Lange Staus schon vor A7-Vollsperrung

Dabei fuhr schon am Freitag nicht einmal die Hälfte der S-Bahnen und Regionalzüge. Auch am Wochenende würden bei der S3 zwischen Neugraben und Stade Busse eingesetzt, Gleiches gelte für die S1 zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel sowie zwischen Blankenese und Wedel, so eine. Bahnsprecherin zur dpa. Auch auf der Linie U1 gibt es Einschränkungen: Zwischen Ochsenzoll und Fuhlsbüttel Nord verkehren das ganze Wochenende über Busse statt Bahnen.

Schon am Freitag sorgte eine "hohe Verkehrsbelastung" für Staus auf den Autobahnen 1 und 7, am späten Nachmittag kam noch ein Blechschaden-Unfall auf der A1 in Höhe der Anschlussstelle Moorfleet dazu.

A7 ist seit Freitag voll gesperrt: Auch auf der Umleitung droht Stau

Seit 22 Uhr ist außerdem die A7 zwischen den Anschlussstellen Volkspark und Eidelstedt komplett gesperrt. Grund sind Asphaltierungsarbeiten nördlich des Tunnels Stellingen, die dringend erforderlich sind und gutes Wetter erfordern.

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Die Umleitung während der Sperrung soll über die A1, die A21 und die B205 umgeleitet werden: Doch auch auf der A 21 wird gebaut, weswegen die Autobahn südlich von Bad Segeberg nur einspurig je Richtung befahren werden kann. Auf der A 1 im Südosten Hamburgs sind Staus zu erwarten, weil die Sanierung des Abzweigs Veddel andauert. Die Bauarbeiten auf der nur gut drei Kilometer langen A 255 zwischen den Elbbrücken und dem Dreieck Norderelbe führen bei starkem Verkehr ohnehin zu Rückstaus auf der A 1.

ADAC: "Jeder sollte sich genau überlegen, was er sich vornimmt"

Auch innerstädtisch häuften sich bereits am Freitag die Probleme: Stockender Verkehr herrschte am Wallringtunnel, auf der Lombardsbrücke und am Glockengießerwall sowie auf dem gesamten Ring 1 mit Schwerpunkt zwischen Binnenalster und Deichtorplatz. Verschärft wurde die Lage durch eine Baustelle an der Esplanade, für die der Ring 1 teilweise gesperrt war.

Für das Wochenende warnt der ADAC angesichts der zu erwartenden Einschränkungen vor einer "echten Katastrophe", so Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa: "Jeder Hamburger und jeder Besucher sollte sich genau überlegen, was er sich vornimmt." Auf den Autobahnen und rund um die Innenstadt müsse man mit massiven Staus rechnen. Hieff: "Es sind ja nicht nur die Hamburger unterwegs. Man darf nicht vergessen, dass wir noch immer Rückreiseverkehr haben."

( HA/dpa )

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