Polizei Hamburg

Geknackte Chat-App führt erneut zu Drogendealern

Ermittler der Hamburger Polizei gehen davon aus, dass die Verhafteten mit fast 130 Kilogramm Marihuana gehandelt haben (Archivbild).

Ermittler der Hamburger Polizei gehen davon aus, dass die Verhafteten mit fast 130 Kilogramm Marihuana gehandelt haben (Archivbild).

Foto: picture alliance

Fast 130 Kilogramm Marihuana sollen zwei Hamburger illegal verkauft haben. Gericht will eine Million Euro beschlagnahmen.

Hamburg. Zwei mutmaßliche Hamburger Marihuanadealer sind die jüngsten "Opfer" der riesigen Datenbank von Nachrichten aus dem "Verbrecher-Whatsapp" Encrochat. Die Software war im vergangenen Jahr von Europol entschlüsselt worden. Die Chatverläufe führen seitdem mit großer Regelmäßigkeit zur Verhaftung von teils jahrelang gesuchten Verbrechern, darunter immer wieder Drogendealer.

So auch am Donnerstag: Da vollstreckte die Hamburger Polizei insgesamt fünf Durchsuchungsbeschlüsse in Wandsbek, Dulsberg, Jenfeld, Lurup sowie in Norderstedt. Das Ziel: Die Wohn- und Geschäftsräume eines 43-Jährigen und seines 39 Jahre alten Komplizen.

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Sie gelten anhand der aus Encrochat gewonnenen Daten als dringend verdächtig, insgesamt 129 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben.

Marihuanadealer: Mehr als eine Million Euro soll beschlagnahmt werden

Beide Männer wurden in ihren Hamburger Wohnungen angetroffen und verhaftet. Daneben wurden die Handys der Männer sowie ein vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt.

Das Gericht hat darüber hinaus verfügt, dass von beiden Verdächtigen jeweils mehr als 500.000 Euro beschlagnahmt werden sollen. Die Umsetzung dieser Arrestbeschlüsse sowie die weiteren Ermittlungen dauern laut Polizeisprecherin Nina Kaluza noch an.

( josi )

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