Hamburg

Erneut Bombe in Gut Moor entdeckt – und entschärft

Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg brauchte für die Entschärfung der Fliegerbombe in Gut Moor nur eine halbe Stunde.

Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg brauchte für die Entschärfung der Fliegerbombe in Gut Moor nur eine halbe Stunde.

Foto: TV News Kontor

Nur zwei Tage nach dem ersten Fund tauchte am Großmoordamm die nächste Fliegerbombe auf. Betroffen war vor allem der Bahnverkehr.

Hamburg. Kampfmittelräumer haben am Mittwochnachmittag am Großmoordamm im Stadtteil Gut Moor erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und am Abend erfolgreich entschärft. Der Fund war erwartet worden. Bei gezielten Sucharbeiten waren fünf Verdachtspunkte lokalisiert worden, wo Blindgänger liegen können.

Erst am Montag war dort ein Blindgänger entschärft worden. Auch diesmal handelt es sich um eine 1000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe mit Aufschlagzünder.

Fliegerbombe gefunden – Bahnverkehr betroffen

Für die Entschärfung war erneut die direkte Umgebung evakuiert worden. Dort wohnen nur wenige Menschen. In einem Sperrradius von 300 Metern durfte sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten.

Menschen im Umkreis von 1000 Meter vom Fundort wurden von der Feuerwehr aufgefordert, ihre Gebäude nicht zu verlassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich auf der zum Fundort abgewandten Gebäudeseite aufzuhalten.

Erneut wurde der Zugverkehr auf der nahen Bahnstrecke sowie diesmal auch der Bahnhof Hamburg-Harburg vorübergehend gesperrt. Am Abend waren auch die wichtigen Fernzugverbindungen Hamburg–Hannover und Hamburg–Bremen zeitweise unterbrochen.

Betroffen waren neben Fernzügen Richtung und aus Süden auch der Metronom. Außerdem konnten die Autobahnanschlussstelle Harburg und das Gewerbegebiet am Großmoorbogen nicht erreicht werden.

Gegen 19 Uhr waren laut Feuerwehr alle Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen, sodass mit der Entschärfung oder Sprengung der Bombe begonnen werden konnte. Schon eine halbe Stunde später wurde Entwarnung gegeben.

Die Bombe hatte nur einen Zünder und war zudem so gut erhalten, dass die Entschärfung für Sprengmeister Burkhard Mantsch und sein Team vom Kampfmittelräumdienst eine vergleichsweise leichte Übung war. Selbst das Herstellungsdatum, Oktober 1944, war noch gut lesbar.

( zv )

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