Bundesverdienstkreuz

Einsatz von Ingrid Körner für Behinderte ist herausragend

Ingrid Körner war ab 2011 Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg.

Ingrid Körner war ab 2011 Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg.

Foto: BASFI

Frühere Senatskoordinatorin bekommt Auszeichnung für ihren bundesweiten Einsatz in der Sozial- und Behindertenpolitik.

Hamburg.  Es ist so etwas wie ein Ritterschlag: Am Donnerstag wird der früheren Senatskoordinatorin für Behinderte, Ingrid Körner, für ihr vor allem ehrenamtliches Wirken und ihren bundesweiten Einsatz in der Sozial- und Behindertenpolitik das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Es war auch die persönliche Erfahrung, die die Lehrerin und Mutter von vier Kindern auf das Thema brachte, das sie zu ihrem eigenen machte. Ihre Tochter war mit dem Down-Syndrom geboren worden, so setzte sich Körner seit den 1980er Jahren für Menschen mit Behinderungen ein. 25 Jahre engagierte sie sich für den Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V, davon 20 Jahre im Vorstand und zwölf Jahre als stellvertretende Bundesvorsitzende.

Hamburger Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

2001 war Körner Vorsitzende des Sprecherrates der Deutschen Behindertenhilfe, von 2006 bis 2010 Präsidentin von Inclusion Europe, dem europäischen Dachverband von Menschen mit Behinderung.

Ab 2011 wirkte sie ehrenamtlich als Hamburger Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen. „In dieser Funktion hat sie viele Impulse zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft gesetzt“, heißt es in der Laudatio von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das von ihr besonders engagiert geförderte Modellprojekt „Hamburger Budget für Arbeit“ habe ermöglicht, dass Menschen aus Werkstätten für behinderte Menschen mit finanzieller Unterstützung eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben, es diente unter anderem als Vorlage für die Aufnahme entsprechender gesetzlicher Regelungen im SGB IX.

Ingrid Körners Einsatz sei weit über das zu erwartende Maß hinausgegangen und vorbildlich zu nennen, so der Bundespräsident. Nicht zuletzt habe sich Körner dafür eingesetzt, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

( HA )

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