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Tschentscher verteidigt Maskenpflicht an Schulen

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Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

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Andere Bundesländer haben die Maskenpflicht in den Schulen bereits abgeschafft. Doch Hamburgs Bürgermeister Tschentscher bleibt hart. Wegen der Delta-Variante des Coronavirus sei das Tragen von Masken im Unterricht sogar noch wichtiger als im vergangenen Jahr.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die weiterhin relativ harten Corona-Auflagen an den Schulen verteidigt. "Wir wollen einen Rückfall in der Pandemie und Einschränkungen im Präsenzunterricht unbedingt vermeiden", sagte Tschentscher der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb beginne der Unterricht nach den Sommerferien am 5. August so, wie es vor den Ferien gewesen sei: "Präsenzunterricht in allen Klassenstufen, aber mit Schnelltests, Hygienekonzepten, regelmäßigem Lüften und dem Tragen von Masken in Innenräumen."

Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder das Saarland haben ihre Maskenregelungen für Schulen bereits gelockert. In Bayern etwa gibt es gar keine Maskenpflicht mehr an den Schulen, sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt.

"In geschlossen Räumen ist das Infektionsrisiko aufgrund von Aerosolen höher als im Freien", betonte Tschentscher. Hinzu komme, dass die Delta-Variante nach den bisherigen Erkenntnissen noch ansteckender sei als die anderen Virus-Varianten. "Deswegen sind Schutzvorkehrungen wie das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen und überall, wo es eng wird, jetzt noch bedeutender als im vergangenen Jahr."

Einem späteren Schulbeginn, etwa generell erst um 9.00 Uhr, erteilte Tschentscher eine Absage. "Wenn Eltern morgens pünktlich zur Arbeit müssen, ist ein später Unterrichtsbeginn organisatorisch schwierig", sagte Tschentscher. Für Familien sei es aber wichtig, dass Kinder verlässlich in Kita und Schule betreut würden. Im Übrigen könnten Hamburger Schulen bereits jetzt den Unterrichtsbeginn in einem vorgegebenen Zeitfenster selbst festlegen. Unter anderem Schlafforscher weisen seit Jahren darauf hin, dass Jugendlichen ein späterer Schulbeginn gut täte.

Die Corona-Inzidenz in Hamburg stieg am Sonntag weiter. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 26,6 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 24,6 gelegen, eine Woche zuvor bei 14,0. Es kamen am Sonntag 72 neu bestätigte Infektionen hinzu.

© dpa-infocom, dpa:210724-99-504077/3

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( dpa )