Neubau des Sportzentrums: 630.000 Euro für den SV Lurup

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Katharina Fegebank mit Florian Hahn (r.) und Slavko Tekic

Katharina Fegebank mit Florian Hahn (r.) und Slavko Tekic

Foto: Witters

Grüne und SPD unterstützen Neubau des Vereinszentrums in Lurup. Zweite Bürgermeisteirin Katharina Fegebank besucht Judoka.

Hamburg. Mit dem Thema Sport hatten die Grünen in der Vergangenheit so manche Probleme, speziell mit dem Leistungssport. Das hat sich grundlegend geändert.

Katharina Fegebank (44), Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin, und die neue Landesvorsitzende Maryam Blumenthal (35) haben keine Berührungsängste, im Gegenteil. Während Fegebank am Montagmorgen einer Einladung des Hamburger Judo-Verbands (HJV) folgte und das 2019 erbaute Leistungszentrum am Eulenkamp in Dulsberg besuchte, gaben die rot-grünen Regierungsfraktionen im Rathaus auch im Namen Blumenthals bekannt, dass sie den Neubau des Sportzentrums des SV Lurup (2000 Mitglieder) an der Flurstraße mit 630.000 Euro aus der Zentralen Sanierungsreserve Hamburg 2020 unterstützen wollen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf sechs Millionen Euro, der 1976 gebaute, einstöckige Hauptsitz des Clubs soll abgerissen werden. Neben Eigenmitteln des Vereins und Sportfördermitteln des Hamburger Sportbundes sollen 300.000 Euro aus dem Rahmenprogramm Inte­grierte Stadtteilentwicklung (Rise), 50.000 Euro aus den investiven Mitteln der Bezirksversammlung Altona und die jetzt in der Bürgerschaft beantragten 630.000 Euro die Finanzierung sichern.

SV Lurup: Verein wurde vor 98 Jahren gegründet

„Der Verein besteht seit 98 Jahren, ist ein aus dem Stadtteil nicht wegzudenkender Akteur. Er bietet nicht nur Sport an, er leistet auch wichtige Arbeit im Bereich der Inklusion, Integration und für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagt Blumenthal. Streit gab es in der Bezirksversammlung Altona über den Standort des Centers.

Während sich die SPD wie die Fußballabteilung des SV Lurup für den etwas abseitigen Vorhornweg aussprach, weil dort Fußballplätze liegen, votierten Grüne und CDU für die Flurstraße. „Ein Sportzentrum mitten im Stadtteil, wo die Menschen wohnen, wertet die Freizeit- und Gesundheitsangebote erheblich auf, erlaubt dem Club, noch mehr Verantwortung für das Quartier zu übernehmen“, sagt Sven Hielscher, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Altonaer Bezirksversammlung.

Fegebank im Judo-Leistungszentrum in Dulsberg

Zurück zu Fegebank. Sie folgte im Judo-Leistungszentrum mit viel Empathie den Erläuterungen von Cheftrainer Slavko Tekic und Sportdirektor Florian Hahn, die mit ihrer Arbeit dafür gesorgt haben, dass der HJV – bezogen auf die Mitgliederzahlen – den erfolgreichsten deutschen Landesverband in der japanischen Kampfkunst stellt. „Ich bin beeindruckt von der Professionalität, mit der hier gearbeitet wird“, sagte die Senatorin, die HJV-Präsident Rainer Ganschow Unterstützung für dessen Ziel in Aussicht stellte, Hamburg zum Bundesstützpunkt auszubauen.

„Das ist eine politische Sache, es müssten erst andere Bundesstützpunkte geschlossen werden. Ich hoffe, dass unsere Leistungen anerkannt werden“, sagte Ganschow, der die finanzielle und ideelle Förderung durch die Stadt lobte, sich mittelfristig aber mehr Mittel wünscht, um das Hauptamt im Verband zu stärken. Aktuell ist lediglich Cheftrainer Tekic hauptamtlich beschäftigt.

( rg/bj )

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