Hamburger Hafen

So geht es mit umstrittenem Bismarck-Denkmal weiter

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Seit Anfang vergangenen Jahres wird das 34 Meter hohe Denkmal im Alten Elbpark für rund neun Millionen Euro saniert.

Seit Anfang vergangenen Jahres wird das 34 Meter hohe Denkmal im Alten Elbpark für rund neun Millionen Euro saniert.

Foto: dpa

Das Denkmal über dem Hamburger Hafen wird zurzeit saniert und sorgt weiterhin für Kontroversen. Was der Senat nun plant.

Hamburg. Der künstlerische Wettbewerb zur Umgestaltung des Hamburger Bismarck-Denkmals soll nach Angaben des Senats Ende des Jahres beginnen. Zuvor sollen vier öffentliche Workshops mit Wissenschaftlern und Künstlern insbesondere aus Afrika stattfinden, auf denen die Wettbewerbsaufgabe erarbeitet wird.

"Eine noch zu berufende divers besetzte Jury wird den Siegerentwurf küren", teilte der Senat auf einen Kleine Anfrage der Linken in der Bürgerschaft mit. Die Ergebnisse sollen im Rahmen einer kleinen Ausstellung gezeigt werden. Ein Gutachten zur historischen Einordnung des Denkmals liege bereits vor und solle in Kürze vom Bezirksamt Mitte veröffentlicht werden.

Sanierung des Bismarck-Denkmals sorgt für Kritik

Seit Anfang vergangenen Jahres wird das 34 Meter hohe Denkmal im Alten Elbpark für rund neun Millionen Euro saniert. Derzeit konzentrierten sich die Arbeiten auf den Sockelbereich, wo ein Dokumentations- und Ausstellungsraum entstehen soll, wie eine Sprecherin des Bezirksamts sagte. Die eigentliche Granitfigur wurde bereits gereinigt.

Die Linke und mehrere Initiativen sehen die Sanierung kritisch. Otto von Bismarcks (1815-1898) Rolle in der deutschen Kolonialpolitik sei unbestritten, meinte der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Norbert Hackbusch. Der Reichskanzler stehe aber auch für die antidemokratische, militaristische und repressive Ausrichtung des Deutschen Kaiserreichs.

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Senat plant "Kontextualisierung" des Denkmals

Der Senat will eine "Kontextualisierung" des 1906 enthüllten Denkmals. Die künstlerische Umgestaltung habe zum Ziel, die verschieden Dimension des Reichskanzlers aufzuzeigen und zu bewerten, hieß es. Hackbusch kritisierte das öffentliche Verfahren als holprig und schleppend.

"Es ist wirklich unglücklich, dass schon in zwei Wochen ein erster Workshop stattfinden soll und bis jetzt noch keine offizielle Einladung verschickt wurde", erklärte der Abgeordnete. Laut Senat soll es bei der Veranstaltung am 17. Juni um die Frage gehen: "Wer wird da eigentlich geehrt?"

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( dpa )