Elbe in Hamburg

Darum bleibt das Hans-Leip-Ufer bis Jahresende gesperrt

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Finanzsenator Andreas Dressel und Henning Fresen-Carlsson an der Baustelle Hans-Leip-Ufer bei Teufelsbrück in Hamburg

Finanzsenator Andreas Dressel und Henning Fresen-Carlsson an der Baustelle Hans-Leip-Ufer bei Teufelsbrück in Hamburg

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

Teil des Elbewanderwegs bei Teufelsbrück wird weiterhin für knapp zwei Millionen Euro saniert. Dressel wirbt vor Ort um Verständnis.

Othmarschen. Trotz der Haushaltsberatungen ließ es sich Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) nicht nehmen, am gestrigen Donnerstag einen Abstecher nach Teufelsbrück zu unternehmen. Dressel machte sich vor Ort ein Bild von den laufenden Instandsetzungsarbeiten am Hans-Leip-Ufer. Wie berichtet, wird die rund 100 Jahre alte Uferwand auf 85 Metern aufwendig saniert. Der beliebte Teil des Elbewanderwegs ist deshalb noch voraussichtlich bis zum Jahresende gesperrt. Die Sanierungskosten betragen rund 1,8 Millionen Euro.

Vor Ort sind Bagger und Lastwagen im Einsatz, die alte, von Wellen umspülte Wand, ist zum Teil aufgegraben und massiv gesichert. Die gesamte Uferkonstruktion am Hans-Leip-Ufer besteht aus einer Schwergewichtswand aus Beton mit einer vorgelagerten Böschung. Eine technische Überprüfung hatte laut Senat ergeben, dass die Schäden und Alterungserscheinungen die Tragfähigkeit des Bauwerks stark beeinträchtigen. Dass die alte Wand ein Sanierungsfall war, hatte sich schon länger gezeigt. Im Jahr 2019 waren dort deshalb bereits Not-Sicherungsmaßnahmen eingeleitet worden.

Uferwand ist deutlich maroder als angenommen

Wie Andreas Dressel jetzt sagte, habe sich im Lauf der Sanierungsarbeiten gezeigt, dass die Uferwand noch deutlich maroder ist als zunächst angenommen. „Zum Glück waren geplante und damit geordnete Sanierungsmaßnahmen noch möglich“, sagte Dressel beim Rundgang vor Ort. „Wenn ein tragendes Teil der Wand unerwartet herausgebrochen oder der Weg abgesackt wäre, hätte man das Ganze nur noch durch eine Not-Baustelle hinbekommen.

Wie Henning Fresen-Carlsson von der ReGe (Realisierungsgesellschaft) Hamburg erläuterte, seien die wertvollen Geländerteile aus Naturstein an der sogenannten Bastion, einem Aussichtspunkt, an dem der Weg im rechten Winkel abzweigt, zwar abgebaut, aber nur vorübergehend eingelagert. Sie würden in Absprache mit dem Bezirk Altona nach Abschluss der Bauarbeiten wieder an Ort und Stelle installiert. Außerdem sollen dort für einen vor Kurzem gefällten Baum zwei neue gepflanzt und auch neue Bänke aufgestellt werden.

Vorbereitungsphase hat rund ein Jahr gedauert

Laut Fresen-Carlsson hatte die Vorbereitungsphase alles in allem rund ein Jahr gedauert. Dabei hätte man unter anderem die befristete Einschränkung der angrenzenden Elbchaussee koordinieren und Absprachen mit dem benachbarten Yachthafen treffen müssen.

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In den vergangenen Monaten hatte es offenbar auch immer wieder Kritik aus der Bevölkerung gegeben, weil die aufwendigen Arbeiten in den Frühling beziehungsweise Sommer verlegt worden waren. Dressel warb jetzt um Verständnis für diese Planung. „Im Herbst wäre die Gefahr von Sturmfluten größer gewesen, im Winter wäre vielleicht Eisgang hinzugekommen“, sagt der Senator. „Die Arbeiten hätten dann sicherlich nicht so umgesetzt werden können, wie das jetzt der Fall ist.

( schmoo )

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