Tourismus

Demo im Watt: Neuwerker fürchten um Erreichbarkeit

dpa
Ein Pferdewagen kehrt bei Niedrigwasser von einem Ausflug zur Nordseeinsel Neuwerk zurück.

Ein Pferdewagen kehrt bei Niedrigwasser von einem Ausflug zur Nordseeinsel Neuwerk zurück.

Foto: dpa

Die Bewohner von Neuwerk sehen die Erreichbarkeit ihrer Insel bedroht: Ein tiefer Priel im Wattenmeer verhindert immer häufiger die Überfahrt per Trecker oder Kutsche. Es formiert sich Protest.

Neuwerk/Cuxhaven (dpa) – Es ist ein ungewöhnlicher Protestort: Die Bewohner der Insel Neuwerk und Wattwagenfahrer aus Cuxhaven demonstrieren am Dienstag (9.30 Uhr) im Wattenmeer. Sie fürchten um die Erreichbarkeit der Insel. "So eine Aktion hat es noch nie gegeben", sagte Inselobmann Christian Griebel. Ein tiefer Priel rund drei Kilometer vor der Insel, das sogenannte Duhner Loch, wird nach ihren Worten immer tiefer. Dadurch würden Wattwagenfahrten zwischen der Cuxhaven un dder Insel, die zum Bundesland Hamburg gehört, immer schwieriger.

Unter dem Motto "Uns steht das Wasser bis zum Hals" demonstrieren die Betroffenen auf beiden Seiten des Priels. Bei Niedrigwasser sollte dieser eigentlich passierbar sein. "Das Duhner Loch ist in den letzten Jahren durch Strömung und andere Einflüsse immer tiefer geworden", betonte Griebel. Schon bei einem Niedrigwasser, das nur 30 Zentimeter über dem Normalwert liege, sei kein Durchkommen mehr möglich.

Die Neuwerker und die Kutschfahrer verlangen bauliche Maßnahmen, damit der Weg durchs Wattenmeer gewährleistet ist. "Der Wattweg ist die Hauptversorgungsroute der Insel", sagte Griebel. Fast alle Güter und die meisten der rund 120 000 jährlichen Touristen kämen über diese Route. Zudem sei der Weg wichtig für Rettungseinsätze. "Unsere Landesregierung muss schnell handeln, sonst stehen in Cuxhaven die Wattwagenbetriebe und ihre Familien vor dem Aus", sagte der Cuxhavener Wattwagenunternehmer Jan Brütt.

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( dpa )