Hamburg

Großbrand in Eimsbüttel: Säugling verletzt in Klinik

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Eimsbüttel: Großbrand in der Lutterothstraße

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Explosionsgefahr durch Druckgasbehälter. Handwerker aus Dachgeschoss gerettet. 120 Einsatzkräfte vor Ort.

Hamburg. Großeinsatz mit 120 Einsatzkräften der Hamburger Feuerwehr in Eimsbüttel: Am Mittwoch brannte der Dachstuhl eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses an der Kreuzung Lutterothstraße / Sartoriusstraße nach Angaben eines Feuerwehrsprechers in voller Ausdehnung. Fünf Löschzüge waren zwischenzeitlich vor Ort. Das Feuer drohte, auch auf andere Gebäude überzugreifen.

Feuer in Eimsbüttel: Säugling in Klinik

"Die ersten Trupps, die oben auf dem Dach ankamen, haben zwei Handwerker gerettet und in Sicherheit gebracht", teilte Feuerwehrsprecher Torsten Wessely mit. "Ein Säugling aus einer darunter liegenden Wohnung wurde ebenfalls gerettet."

Einer der Handwerker und der Säugling mussten anschließend rettungsdienstlich versorgt werden, weil sie Symptome einer Rauchgasinhalation aufwiesen. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht, so Wessely.

Explosionsgefahr durch Druckgasbehälter

Der Alarm wurde gegen 9.42 Uhr ausgelöst. Auf dem Dach führten Handwerker zu diesem Zeitpunkt Arbeiten durch, teilte Wessely mit. Die Einsatzkräfte versuchten, das Feuer von innen und außen über Drehleitern zu löschen. "Weitere Drehleitern und Einsatzkräfte mussten nachalarmiert werden", sagte Wessely. Gegen 15 Uhr meldete der Einsatzleiter schließlich "Feuer aus". Die Nachlöscharbeiten dauern an.

Es gab darüber hinaus mehrere Probleme im Verlauf des Einsatzes: "Im Dachbereich waren für die Handwerksarbeiten Druckgasbehälter gelagert, sodass Explosionsgefahr bestand", so der Feuerwehrsprecher. Zwei Gasbehälter konnten in Sicherheit gebracht und gekühlt werden. Auch die enge Bebauung und die fehlende Fläche sowie die Höhe des Hauses erschwerten die Arbeiten der Einsatzkräfte.

Rauchwolke zieht Richtung Stellingen – amtliche Warnung

Gegen 11.05 Uhr sprach die Feuerwehr außerdem eine amtliche Warnung aus. Die Rauchwolke ziehe in Richtung Nord-Westen, sodass nicht nur die umliegende Nachbarschaft, sondern auch der Stadtteil Stellingen von Brandgasen und damit einhergehender Geruchsbelästigung betroffen war.

Die Bevölkerung wurde gebeten, den Bereich zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch Klima- und Lüftungsanlagen sollten schnellstmöglich abgeschaltet werden. Gegen 13 Uhr wurde die Warnung wieder aufgehoben.

( lag/arg )

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